Zukunft des Clusters der Zellforscher
„Cells in Motion“ bleibt aktiv

Münster -

Der Exzellenzcluster der Zellforscher an der Universität wird zwar nicht mehr weitergefördert – die beteiligten Wissenschaftler blicken aber trotzdem mit Zuversicht in Zukunft. Dafür haben sie mehrere Gründe.

Dienstag, 19.02.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 13:58 Uhr
Der Bau des „Multiscale Imaging Center“ (MIC) an der Röntgenstraße ist schon weit fortgeschritten. Der Forschungsbau des bisherigen Exzellenzclusters ist Grundlage der langfristigen Arbeit der Forscher – und ist ein Grund, warum Michael Schäfers (kleines Bild), einer der Sprecher des Clusters, zuversichtlich nach vorn blickt. 
Der Bau des „Multiscale Imaging Center“ (MIC) an der Röntgenstraße ist schon weit fortgeschritten. Der Forschungsbau des bisherigen Exzellenzclusters ist Grundlage der langfristigen Arbeit der Forscher – und ist ein Grund, warum Michael Schäfers (kleines Bild), einer der Sprecher des Clusters, zuversichtlich nach vorn blickt.  Foto: Karin Völker/Matthias Ahlke

Die Enttäuschung vom vergangenen Herbst ist Prof. Dr. Michael Schäfers , Nuklearmediziner und einer der Sprecher des Exzellenzclusters „Cells in Motion“, nicht mehr anzumerken. Der Antrag der Universität Münster zur Weiterfinanzierung des Clusters wurde bekanntlich beim Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern nicht genehmigt. „So ist das Forscherleben“, sagt Schäfers, „wir blicken jetzt nach vorn.“ Wir, das sind Wissenschaftler der Uni Münster aus rund 80 Arbeitsgruppen aus allen Naturwissenschaften, der Mathematik und der Medizin. Zwar bleibt nun die seit 2012 geflossene Förderung von mehreren Millionen Euro jährlich aus – die Wissenschaftler haben aber viele andere aussichtsreiche Möglichkeiten, Förderungen zu beantragen, etwa über Sonderforschungsbereiche, erklärt Schäfers.

Allein für die Stipendien der Graduiertenschule des Clusters gebe es noch keine Ersatzfinanzierung, ergänzt der Sprecher – der aber auch an diesem Punkt optimistisch ist, Alternativen zu finden. Die Zuversicht der Forscher, die daran arbeiten, für kleinste Strukturen des Organismus bildgebende Methoden zu entwickeln, speist sich vor allem aus dem stattlichen Gebäude, das im Wissenschaftspark zwischen Max-Planck-Institut, Centech und Fachhochschulzentrum wächst. Bund und Land finanzieren das Millionenprojekt „Multiscale-Imaging-Center“, in dem rund 300 Wissenschaftler aus 15 Arbeitsgruppen des Clusters ihre Arbeitsplätze finden werden. Schäfers gerät ins Schwärmen, wenn er von den Möglichkeiten in dem neuen Bau spricht – so wie jüngst beim Science-Breakfast im Centech. Allein 8,7 Millionen Euro kosten laut Schäfers die Geräte des Forschungszentrums. Um die Darstellung von Zellen im lebenden Organismus zu verbessern, kommen die Forscher, wie Schäfers im Centech schildert, nicht ohne Tierversuche aus. Mäuse, Zebrafische und Fliegen werden später im MIC, so die Abkürzung für den Bau, in den Labors gehalten, die Mäuse eigens gezüchtet. Zu den Geräten in den Labors gehört auch ein „Kleintier-PET“, eine Art „Röhre“, in der lebende Mäuse geröntgt werden können (siehe Text unten). Bestandteil des MIC wird auch ein Hörsaal mit 200 Plätzen sein. In zwei Jahren soll die neue Heimat der Zellforscher fertig sein.

Nicht nur der Einzug ins MIC ist für Michael Schäfers eine erfreuliche Perspektive: In sieben Jahren startet die nächste Runde des Exzellenzwettbewerbs. Schäfers: „Dann wollen wir uns wieder bewerben.“

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