Kommentar
Bravissimo, Pantaleone

Münster -

Eine anstrengende Karnevalszeit neigt sich dem Ende zu. Die Kraft von Prinz Leo scheint dennoch ungebrochen. Ein Kommentar zu seiner Regentschaft.

Dienstag, 05.03.2019, 20:30 Uhr
Höhepunkt der Regentschaft: Prinz Leo I. (2.v.r.) beim Rosenmontagsumzug am Prinzipalmarkt.
Höhepunkt der Regentschaft: Prinz Leo I. (2.v.r.) beim Rosenmontagsumzug am Prinzipalmarkt. Foto: Matthias Ahlke

Die Fotografen schwärmen von Prinz Leo : Egal in welchem Moment sie gerade einen Schnappschuss von Münsters Tollität machen, Pantaleone Squillace strahlt stets unter seiner Prinzenkappe. Münsters erster italienischer Prinz führte mit Temperament, Leidenschaft und vor allem einem großen Herzen durch die Session. Dass die Prinzengarde Squillace zum obersten Repräsentanten des Karnevals kürte, war ein verbindendes Signal in Zeiten, in denen es Europa schwer hat.

Der Beginn war für den Padrone von der Aegidiistraße nicht leicht: Eigentlich war ein anderer zum Prinzen gewählt. Der sagte ab – und Leo über Nacht zu. Dann starb ausgerechnet am 11.11. die Mutter in Italien, der Prinz strich für sich, vollkommen richtig, den Sessionsauftakt und alle Karnevalstermine bis zum Jahresende.

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Ab Januar legte Leo I. mit großem italienischen Feuer in der für so einen Power-Prinzen leider viel zu kurzen Session richtig los. Mag sein, dass er „Italienisch mit Untertiteln“ spricht. Squillaces charmante Auftritte indes waren professionell und unterhaltsam – auch wegen der routinierten Adjutanten Marcus Janotta, Detlev Simon und Thomas Straßburg. Unterm Strich: Un grande Principe. Bravissimo und grazie, Pantaleone Squillace!

Von Ralf Repöhler

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