Närrischer Höhepunkt nach Ende der Session
Rosenmontagsbaby „Marco-Leo“

Münster -

Freudige Botschaft für den Prinzen im Ruhestand, Pantaleone Squillace: Eine Familie in Gremmendorf hat ihrem am Rosenmontag geborenen Jungen den prinzlichen Namen „Leo“ gegeben, weil sie das Sessionsoberhaupt so toll fand.

Montag, 11.03.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 08:10 Uhr
Närrischer Besuch beim Rosenmontagsbaby in Gremmendorf (v.l.): Mario Moraldo mit Söhnchen Carlo, Ehefrau Ivona mit Marco-Leo, Leo und Elisa Squillace sowie Detlev Simon.
Närrischer Besuch beim Rosenmontagsbaby in Gremmendorf (v.l.): Mario Moraldo mit Söhnchen Carlo, Ehefrau Ivona mit Marco-Leo, Leo und Elisa Squillace sowie Detlev Simon. Foto: hpe

Es ist eigentlich nur ein Nebensatz bei der Verabschiedung von Prinz Pantaleone Squillace während des Aschermittwoch-Treffens seiner närrischen Garde im Mövenpick-Europasaal: Adjutant Detlev Simon berichtet von den gemeinsamen Auftritten mit dem dynamischen „Prinzen der Herzen“ – und erzählt dabei so ganz nebenbei von seinen Nachbarn in Gremmendorf, die sich ausgerechnet am Rosenmontag über die Geburt ihres zweiten Sohnes freuen konnten. Und ihm spontan den Namen „ Leo “ gaben, weil sie als Karnevalsfreunde den Prinzen so sympathisch fanden.

„Als ich das gehört habe, bekam ich eine Gänsehaut“, erinnert sich Squillace an diesem Moment, als es im Saal spontan Beifall von der versammelten Narrenschar gab. Und noch im Laufe des Abends ist klar: Der große Leo will unbedingt den kleinen Leo kennenlernen. Adjutant Simon schellt also in prinzlichem Auftrag nebenan bei Vater Mario Moraldo (32) an.

Prinzlicher Besuchstermin

Und weil der Orthopädietechniker Moraldo, der seit Jahren die Karnevalsumzüge in Wolbeck und Münster besucht, selbst italienische Vorfahren in San Remo hat, und weil Ehefrau Ivona (28) besonders stolz auf ihr „närrisches Rosenmontagsbaby“ ist, ist der prinzliche Besuchstermin schnell vereinbart.

Direkt vor dem Karneval-Erholungsurlaub in seiner Heimat Kalabrien fährt Leo mit Ehefrau Elisa am Kranichweg vor. Mit dabei: ein Prinzenorden in groß für Mario, ein Damenorden für Ivona, ein kleiner Plüschlöwe namens „Leo“ für Söhnchen Carlo (2) sowie ein Mini-T-Shirt Größe 62 mit Aufdruck „Leo“ samt Prinzenemblem für den neugeborenen Marco-Leo. „Das ist einer der schönsten Momente in meiner Session, auch wenn sie eigentlich ja schon vorbei ist“, meint Leo Squillace.

4400 Gramm und 56 Zentimeter

Direkt nach der Geburt im Uniklinikum – 4400 Gramm, 56 Zentimeter – dachten die Eltern über den Namen nach. „Marco“ war schon gesetzt, ein zweiter Name soll noch dazukommen. „Ich habe schon damit gerechnet, dass es ein Karnevalsjeck wird“, so Ivona Moraldo. Und als das Baby um 8.12 Uhr das Licht der Welt erblickte, zitterte der große Leo zeitgleich noch wegen der Sturmpro­gnose um seinen Rosenmontagszug als Höhepunkt seiner Session. Alles ging gut, Squillace konnte seinem närrischen Volk zujubeln – und Familie Moraldo einigte sich auf „Leo“.

Marco-Leo verschläft übrigens den hohen Besuch. Auch das zeigt gewisse Parallelen zum großen Leo auf. „Anfangs soll Leo ein sehr ruhiges Kind gewesen sein, danach wurde er aber immer wilder. Und daran hat sich bis heute nichts geändert“, meint Elisa Squillace mit einem Augenzwinkern. Ob der neue Erdenbürger später einmal die jecke Kappe tragen wird, ist zwar noch offen. Aber bei der Nachbarschaft mit dem überzeugen Vollblut-Karnevalisten und Pängelanton-Akteur Simon zumindest nicht unwahrscheinlich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6461384?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Ausnahmezustand wird zur Normalität
Ein Zaun sichert den einsturzgefährdeten Flügel A der Justizvollzugsanstalt.
Nachrichten-Ticker