Münsteraner Wochen gegen Rassismus eröffnet
Die Frage nach dem „Wir“

Münster -

Über 120 Veranstaltungen, so viele wie nie zuvor, wird es in diesem Jahr während den Münsteraner Wochen gegen Rassismus geben.

Montag, 11.03.2019, 20:22 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 21:51 Uhr
Oberbürgermeister Markus Lewe (M.) eröffnete gemeinsam mit Akteuren der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“ die Auftaktveranstaltung im Freiherr-vom-Stein-Saal der Bezirksregierung.
Oberbürgermeister Markus Lewe (M.) eröffnete gemeinsam mit Akteuren der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“ die Auftaktveranstaltung im Freiherr-vom-Stein-Saal der Bezirksregierung. Foto: Matthias Ahlke

„100 Prozent Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“: Unter diesem Motto stehen die fünften „Münsteraner Wochen gegen Rassismus “, die am Montagabend im Gebäude der Bezirksregierung eröffnet wurden. Bevor die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Treibel und der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler nach ihren Vorträgen zum Thema „Herkunft, Heimat, Identität – Wer ist eigentlich ‚Wir‘?“ mit dem Publikum in die Diskussion gingen, sprachen Oberbürgermeister Markus Lewe und der Vorsitzende des Integrationsrates, Dr. Ömer Lütfü Yavuz Grußworte.

Lewe lobte dabei die engagierten Bürger der Zivilgesellschaft, die in den vergangenen Jahren Zeichen gesetzt hätten. „Das ist für Münster kostbar, aber nicht selbstverständlich“, stellte Lewe klar. Er äußerte zudem Verständnis dafür, dass Menschen in komplizierten Zeiten einfache Antworten suchen würden, warnte aber davor, auf diese einfachen Antworten hereinzufallen.

Dr. Ömer Lütfü Yavuz beantwortete die Leitfrage in seinem Grußwort ganz pragmatisch: „Wer ist eigentlich wir? Wir sind die Münsteraner.“ Zudem wies er auf die positive Wirkung hin, die seiner Meinung nach ein Kulturzentrum für Menschen aus anderen Ländern für das Zusammenleben in der Stadt haben könnte.

„Wir sind die Münsteraner“ – dieser These widersprach die erste Rednerin des Abends, Prof. Dr. Annette Treibel. In ihrem stark wissenschaftlich akzentuierten Vortrag betonte die Rednerin, sie sei sich nicht sicher, ob das für jeden Bewohner der Stadt passe. Sie beleuchtete auch den Begriff der Identität und erinnerte daran, dass vor allem muslimische Mitbürger häufig auf dieses Identitätsmerkmal als das Wesentliche reduziert würden. Dabei müsse sich jeder selbst fragen, ob die Religion das für einen entscheidende Identitätsmerkmal sei.

Zum Thema

Im Rahmen der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“, die bis zum 24. März stattfinden, gibt es mehr als 120 Veranstaltungen. Infos im Netz unter: www.stadt-muenster.de/zuwanderung/aktuelles

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Tweets der Polizei zum Thema:

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