Stadtbaurat Denstorff diskutiert mit Verkehrsclub
Mobilität ist eine persönliche Entscheidung

Münster -

Wie gedenkt die Stadt Münster das scheinbar unaufhaltsam wachsende Verkehrsaufkommen zu steuern? Das wollte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) von Robin Denstorff und weiteren Teilnehmern einer Diskussionsrunde wissen. Der Stadtbaurat lieferte viele Schlagworte, machte aber auch deutlich, wo die öffentliche Planung an ihre Grenzen stößt.

Montag, 25.03.2019, 08:00 Uhr
 Robin Denstorff, Planungsdezernent der Stadt Münster (l.), und der Vorsitzende der VCD-Rgionalgruppe, Thomas Lins, diskutierten im Umwelthaus über das Thema Mobilität.
 Robin Denstorff, Planungsdezernent der Stadt Münster (l.), und der Vorsitzende der VCD-Rgionalgruppe, Thomas Lins, diskutierten im Umwelthaus über das Thema Mobilität. Foto: klm

Mit dem Bus? Mit dem Fahrrad? Mit dem Auto? „Morgens entscheidet jeder für sich, wie er dorthin kommt, wo er hin will“, meinte Robin Denstorff . „Mobilität ist ein hochgradig emotionales Thema“, sagte der städtische Dezernent für Planung, Bau und Wirtschaft am Samstag beim Verkehrsclub Deutschland ( VCD ).

Der Regionalverband Münsterland wollte von ihm als Gast einer Diskussionsrunde im Umwelthaus wissen, wie die Stadt die Entwicklung des Verkehrs zukünftig steuern will. Auch mit Blick auf den Masterplan „Mobilität Münster 2035+“.

„Es gibt rechnerische Entscheidungen für die Entwicklung der Mobilität. Und es gibt menschliche, gefühlsmäßige Entscheidungen, die jeder für sich trifft“, so Denstorff. Und die könnten nicht verordnet werden.

Nur 20 Prozent der Pendler nutzen ÖPNV

Bei der Entwicklung zu mehr Fahrradnutzung im öffentlichen Verkehr „tut sich sehr viel“, sagte er. Doch auch der motorisierte Individualverkehr sei gewachsen. Von 380 000 Pendlern nach und aus Münster täglich nutzten aktuell täglich rund 70 000 den Öffentlichen Personennahverkehr, also etwa 20 Prozent. „Die Quote muss kräftig erhöht werden“, so Denstorff. Einer der Wege dorthin sei die Münsterland-S-Bahn auf bestehenden Banntrassen. In der Stadt unterstütze er viel wohnnahe Versorgung, „sodass Verkehr erst gar nicht entsteht“, beim Thema Bus mehr „Vorrangschaltung an Ampeln“ und mehr „Sonderspuren“.

Zur Situation Fahrradstraße Schillerstraße sagte Denstorff: „Die Autos müssen mindestens hälftig da raus.“ Er könne sich eine Verlagerung des Radverkehrs von der Wolbecker Straße auf die Schillerstraße vorstellen.

Express-Busse für das Umland

Schnellere Verbindungen ins Münsterland verspricht sich Gerrit Tranel für den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland durch Express-Busse, die an weniger Haltestellen stoppen und schneller unterwegs sind, wie er sagte. Weitere „Mobilstationen“, an denen Bus- oder Zugpassagiere umsteigen und „näher an ihre Quartiere“ gelangen, stellte Uwe Rennspieß von der Westfälischen Verkehrsgesellschaft in Aussicht.

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