Studienprojekt in der Uppenbergschule
Chancen für Förderschüler

Münster -

Farid Vatanparast hat vielen Jugendlichen in seinem Boxprojekt soziale Kompetenzen beigebracht. Nun startet er mit Wirtschaftsstudierenden der FOM-Hochschule ein Studienprojekt an der Uppenberg-Förderschule.

Dienstag, 02.04.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 09:38 Uhr
Prof. Dr. Farid Vatanparast (3.v.l.) startet am Montag mit seinen Studierenden der FOM-Hochschule ein Projekt an der Uppenbergschule. Das Ziel: Die Studierenden sollen sich mit dem Thema Inklusion und den Auswirkungen auf die Arbeitswelt auseinandersetzen.
Prof. Dr. Farid Vatanparast (3.v.l.) startet am Montag mit seinen Studierenden der FOM-Hochschule ein Projekt an der Uppenbergschule. Das Ziel: Die Studierenden sollen sich mit dem Thema Inklusion und den Auswirkungen auf die Arbeitswelt auseinandersetzen. Foto: Oliver Werner

Farid Vatanparast hat es als Sportler, Unternehmer mit seinem sozialpädagogischen, mehrfach preisgekrönten Boxprojekt im Norden Münsters zu weit überregionaler Bekanntheit gebracht. Es sind und waren auch häufig Jugendliche aus der Uppenbergschule, die sich beim Boxen vor allem soziale Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen wie Disziplin und Zuverlässigkeit antrainiert haben.

Am Montag hat Farid Vatanparast, der auch als Professor an der Hochschule FOM in Münster lehrt, ein neues Feld für die Arbeit mit den Jugendlichen eröffnet. Vatanparast besuchte mit seinen Studierenden von der FOM die Förderschule in Kinderhaus, die vor ihrer Auflösung steht. Die jungen Leute von dieser Hochschule absolvieren das Business-Administration-Studium berufsbegleitend. „Viele werden wahrscheinlich künftig selbst als Führungskraft oder Unternehmer tätig sein“, so Vatanparast.

Zur Ausbildung gehöre es auch, Bereiche in der Gesellschaft kennenzulernen, zu denen man möglicherweise in der Wirtschaftswelt häufig kaum Berührungspunkte habe. „Inklusion ist ein Thema, das die ganze Gesellschaft angeht und auch für die Wirtschaft relevant ist“, erklärt Vatanparast.

Jugendliche, wie sie bisher in der Uppenbergschule unterrichtet wurden, werden in Zukunft verstärkt Regelschulen besuchen. Mit den Studierenden der FOM untersucht Vatanparast auch, wie sich dieses Modell auf deren Fähigkeit für berufliche Qualifikationen auswirken würde.

An der Uppenbergschule, die – wie berichtet – wegen zu geringer Schülerzahlen nun als eigenständige Schule nicht weiter besteht, seien die Jugendlichen in ihrem Stadtteil intensiv gefördert worden. Teilweise mit erstaunlichen Erfolgen, wie sich Vatanparast erinnert. Ein früherer Uppenberg-Schüler, den er vor Jahren im Boxprojekt betreute, fand auf die Regelschule, erarbeitete sich alle Schulabschlüsse und studiere heute Jura.

Vatanparasts Studierende bekommen nun direkte Einblicke, wie Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und sozialen Problemen gefördert werden können – und lernen diese persönlich kennen. „Hemmungen und Vorteile abbauen“ laute das Lernziel des Projekts, betont Vatanparast: „Ich will, dass auch solche Jugendliche eine Chance bekommen.“

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