Kreisparteitag der Liberalen
FDP fordert Geschlossenheit

Münster -

Die Zeit der öffentlichen Streitigkeiten in der münsterischen FDP sollen vorbei sein. Interne Konflikte gibt es aber nach wie vor. Das zeigte der Kreisparteitag am Donnerstagabend in der Stadthalle Hiltrup.

Freitag, 12.04.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 17:52 Uhr
Demonstrierten beim Kreisparteitag Einigkeit (v.l.): Europawahl-Kandidat Paavo Czwikla, Schatzmeister Simon Haastert, die stellvertretende Kreisvorsitzende Judith Pirscher, Beisitzer Rainer Mutze, Kreisvorsitzender Jörg Berens und der zweite Vorsitzender Max Kemler.
Demonstrierten beim Kreisparteitag Einigkeit (v.l.): Europawahl-Kandidat Paavo Czwikla, Schatzmeister Simon Haastert, die stellvertretende Kreisvorsitzende Judith Pirscher, Beisitzer Rainer Mutze, Kreisvorsitzender Jörg Berens und der zweite Vorsitzender Max Kemler. Foto: jaf

Immer wieder beschworen die Redner dabei eine neue Einigkeit, die nun in der Öffentlichkeit präsentiert werden solle. „Münster braucht keinen Neuanfang, sondern alte Geschlossenheit. Niemand sollte Zeit für Sandkastenspiele haben“, ermahnte der Vorsitzende Jörg Berens. Auch Europawahlkandidat Paavo Czwikla forderte: „Der politische Gegner sitzt nicht hier. Er ist da draußen.“

Streit um neues Büro

Dass allerdings auch weiterhin Konflikte bestehen, zeigte sich an der Debatte um das neue Büro des Kreisverbandes. Der Umzug an die Weseler Straße sorgte 2018 nämlich für ein Gesamtminus von 7328 Euro im Jahresbericht. Viele der 39 anwesenden Mitglieder sahen in dem Projekt ein Verstoß gegen das Gebot der Sparsamkeit. Einen solch hohen Verlust dürfe es in einem Jahr ohne Wahlkampf nicht geben. Der Vorstand will die Bürosituation, etwa die Höhe der Miete, daher bald neu bewerten.

Flughafenanteile sollen nicht verkauft werden

Programmatisch ging es vor allem um einen Antrag der Jungen Liberalen für ein neues Mobilitätskonzept. Besonders die Forderung nach einem Verkauf der Anteile am Flughafen Münster-Osnabrück sorgte für Gegenwind. „Es mutet komisch an, dass hier auf alle Verkehrsträger gesetzt wird, aber das Flugzeug abgeschafft werden soll“, kritisierte Berens. Der Flughafen sei trotz Verlusten für die Wirtschaftsförderung wichtig. Die Forderung wurde gestrichen, sodass der Antrag letztlich angenommen werden konnte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6538521?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Mehr Licht und Raum für Patienten
So könnte der Medizin-Campus des UKM zukünftig aussehen.
Nachrichten-Ticker