SPD fordert Veränderungen in der Schullandschaft
„Gymnasium in Gremmendorf, Gesamtschule nach Roxel“

Münster -

Die SPD fordert erneut ein Stadtteil-Gymnasium für Gremmendorf. Sie wünscht sich einen Umzug des Schlaun-Gymnasiums dorthin. Das birgt politischen Sprengstoff – wieder mal.

Dienstag, 30.04.2019, 10:00 Uhr
Das Schlaun-Gymnasium in der Innenstadt ist sanierungsbedürftig. Nach dem Vorschlag des SPD soll die Schule dagegen in einen notwendigen Schul-Neubau nach Gremmendorf ziehen.
Das Schlaun-Gymnasium in der Innenstadt ist sanierungsbedürftig. Nach dem Vorschlag des SPD soll die Schule dagegen in einen notwendigen Schul-Neubau nach Gremmendorf ziehen. Foto: Matthias Ahlke

Als Konsequenz aus den Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen erneuert die SPD-Ratsfraktion ihre Forderung nach einer Umwandlung der Sekundarschule in Roxel in eine Gesamtschule. Es brauche „schnellstmöglich eine dritte städtische Gesamtschule“, sagte deren schulpolitische Sprecherin Doris Feldmann unter Verweis auf 281 Familien, die im jüngsten Anmeldeverfahren an dieser Schulform in Münster nicht zum Zug gekommen waren. „Aus unserer Sicht ist der Standort geeignet.“

Bei der Sekundarschule in Roxel handele es sich „um einen gut ausgebauten Schulstandort“, den man nicht einfach liegenlassen könne, um dann andernorts Millionen für eine neue Gesamtschule zu investieren, ergänzte SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung. Damit die notwendige dritte städtische Gesamtschule schnell an den Start gehen könne, müsse man deshalb auf die vorhandenen Gebäude in Roxel zurückgreifen.

Druck auf das Schlaun-Gymnasium wird höher

Dass dadurch die Gesamtschule im benachbarten Havixbeck mit einem Schülerrückgang zu rechnen hätte, glaubt die SPD nicht. Feldmann verwies dabei auf entsprechende Überlegungen, die Gesamtschule in Havixbeck, die über eine Dependance in Billerbeck verfügt, auszubauen. Und SPD-Schulpolitiker Michael Kleyboldt stellte in diesem Zusammenhang die „unglaublich hohe Zahl von Münsteranern“, denen man keinen Platz bieten könne, in den Vordergrund.

Bezüglich des von der SPD geforderten Neubaus eines Gymnasiums in Gremmendorf wird der Druck auf das Schlaun-Gymnasium höher. Dort sei ein Umdenkprozess notwendig, so Fraktionschef Jung. Bekanntlich setzt die Schule auf eine Sanierung ihrer Gebäude in der Innenstadt. Dagegen sieht die SPD angesichts steigender Schülerzahlen durch neue Wohngebiete in Gremmendorf die Notwendigkeit eines Stadtteil-Gymnasiums. Das sei schulpolitisch richtig. Aber es könne kein zusätzliches Gymnasium mehr geben. Ähnlich dem einstigen Umzug des innerstädtischen Stein-Gymnasiums nach Gievenbeck solle es deshalb eine solche Variante für das Schlaun mit einem Neubau in Gremmendorf geben.

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