Festival „Coraci“ vom AStA der Uni Münster
Dem Rassismus kreativ die Stirn bieten

Münster -

Tanzen, malen, diskutieren – alles gegen den Rassismus: Das „Coraci“ (festival contre le racisme) lockte am Freitag mit Workshops, Lesungen und Konzerten zahlreiche Studierende auf das Hawerkamp-Gelände. Am Abend traten hochkarätige Musiker auf.

Samstag, 04.05.2019, 09:00 Uhr
Annabell Kalsow (AStA-Finanzreferat) und Liam Demmke (Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Digitales) gehören zum Team des „Coraci“, das federführend vom Kulturreferat organisiert wurde.
Annabell Kalsow (AStA-Finanzreferat) und Liam Demmke (Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Digitales) gehören zum Team des „Coraci“, das federführend vom Kulturreferat organisiert wurde. Foto: Pjer Biederstädt

Das „Coraci“ (festival contre le racisme) auf dem Hawerkamp-Gelände ist erst wenige Minuten alt, da müssen schon Stühle nachgeordert werden. Oben im Triptychon gibt es vor dem Workshop „Europäische Migrationspolitik“ der zivilgesellschaftlichen Bewegung „Seebrücke“ mehr Interessierte als Plätze. Mit dem Oberthema „Rassismus“ hat der AStA der Uni Münster offenbar den richtigen Nerv getroffen.

Mit dem Festival wolle man das Bewusstsein unter Studierenden dafür stärken, dass es immer noch rassistische Strukturen in der Gesellschaft gebe, sagt Liam Demmke vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Digitales im AStA am Freitagnachmittag auf dem Hof vor der Sputnikhalle, der zur frühen Festivalstunde noch nicht übermäßig voll ist.

Das soll sich später ändern. Hunderte erwartet die Studierenden-Vertretung zur ersten Ausgabe des „Coraci“. Besonders die Konzerte am Abend mit den Headlinern Chefket, BMSG und Shubangi seien gefragt. Doch auch das Programm vor der Party lockt viele – vornehmlich studentische – Gäste an den Hawerkamp.

Gemeinnützige Organisationen und Hochschulgruppen informieren an Ständen zum Thema Rassismus, integrative Unternehmen wie das Restaurant elbén bieten auf dem Vorplatz der Sputnikhalle Leckereien an. Im Sputnikcafé liest die Soziologin und Autorin Nadia Shehadeh aus ihrem Buch „Mehr Kopf als Tuch“. Auch dort gibt es keine freien Plätze mehr. Ausstellungen, Improtheater und jede Menge lokale Bands – das Programm ist – mit Ausnahme des Konzerts am Abend – kostenfrei. „Wir geben den Studierenden mit dem Festival auch ein bisschen was von ihren Gebühren zurück“, sagt Annabell Kalsow vom AStA-Finanzreferat. Das Geld gebe der AStA gerne aus. Die Auseinandersetzung mit Rassismus sei es wert.

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