100. Geburtstag der Westfälischen Schule für Musik
Geburtstagssause vor der Haustür

100 Jahre alt zu werden, ist noch lange kein Grund, in steife Feierlichkeit zu verfallen. Erst recht, wenn man an der Himmelreichallee eine Picknickwiese hat! Die Westfälische Schule für Musik baute zur ihrem Jubiläum einfach vor der eigenen Haustür zwei Bühnen und zwei Imbiss-Stände auf, trommelte eigene Kreative sowie Gastkünstler zusammen – und fertig war die Geburtstagssause.

Sonntag, 26.05.2019, 15:08 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 15:26 Uhr
100. Geburtstag der Westfälischen Schule für Musik : Geburtstagssause vor der Haustür
Foto: Matthias Ahlke

Nun, ganz so einfach ging es natürlich nicht, schmunzelte Direktorin Friedrun Vollmer im Gespräch. „Wir haben uns Verbündete gesucht“, sagte sie und nannte zuvorderst Wilko Franz , der in der freien Szene viel Erfahrung für Kultur-Events vorweisen kann. So wurde dann einen Tag lang aufgebaut – die nötigen Gelder waren auch rasch beisammen; Friedrun Vollmer dankte hier ausdrücklich dem Förderverein der Westfälischen Schule für Musik.

Wort und Musik im lockeren Wechsel

Das Ergebnis war am Samstag ein voller Erfolg, der viele Feiergäste, Flaneure und Kulturfreunde anzog. Da wurden die Picknickdecken ausgepackt, und man ließ das Kulturprogramm so locker an sich vorübergleiten, wie es konzipiert war. Von halb fünf nachmittags bis um elf Uhr abends folgten Wort und Musik im lockeren Wechsel. Es gab auch Tanznummern von der Tanzschule Heidi Sievert, Comedy vom Jungen Theater Cactus und einen DJ – und zum Finale bei Einbruch der Dunkelheit wurden die Gebäudefassade sowie eine Weide von den Videokünstlern Aquiet & Francis mit einem audiovisuellen Projektionsmapping zum Leben erweckt.

Ikea-Kauf im Mittelalter

Ganz hypnotisch und versonnen im Sound hatte die junge Marimbaphon-Spielerin Milea Hennig vor dem „Eulenturm“ eröffnet – und die Frösche im Teich nebenan quakten als Background-Sänger dazu. Das Cajóns-Perkussions-Ensemble lud zum Mitmachen ein. Friedrun Vollmer moderierte gutgelaunt, griff aber auch kurz zu ihrer Violine, um eine Bach-Sonate zu spielen.

"Die Zwangslosigkeit ist der Reiz"

Alles wunderbar – nur waren leider auf der zweiten Bühne keine Mikros installiert und die Darbietungen entsprechend leise. Da musste dicht heran, wer die Impro-Sketche vom „Glutamat Improtheater“ hören wollte. Da traf dann der Informatiker Romeo auf die Taubenzüchterin Walburga, oder ein Minnesänger kündete vom Ikea-Kauf im Mittelalter. Einhörner inklusive. Da passte das Harfenensmble mit zarten Glissandi wie der Sattel aufs Pferd. Wie hatte Friedrun Vollmer anfangs gesagt? „Die Zwanglosigkeit ist der Reiz.“

100. Geburtstag der Westfälischen Schule für Musik

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