Münster-Chronik in Karikaturen
Stadtgeschichte mit Pfiff nachgezeichnet

mÜNSTER -

Arndt Zinkant zeichnet mit feinem Strich, was den Münsteranern gegen den Strich geht. Seine neue Münster-Chronik in Karikaturen ist im Verlag Aschendorff erschienen. Es ist eine Stadtgeschichte der besonderen Art.

Sonntag, 02.06.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 13:26 Uhr
Karikaturist Arndt Zinkant (r.), Buchverlagsleiter Dr. Dirk F. Paßmann (M.) und Oldtimer-Freund Karl-Heinz Pawelzik präsentieren das neue Karikaturen-Buch „Münster. Der ganz normale Tinnef“.
Karikaturist Arndt Zinkant (r.), Buchverlagsleiter Dr. Dirk F. Paßmann (M.) und Oldtimer-Freund Karl-Heinz Pawelzik präsentieren das neue Karikaturen-Buch „Münster. Der ganz normale Tinnef“. Foto: Oliver Werner

So manches kommunalpolitische Thema ist vielen Münsteranern in den vergangenen Jahren gegen den Strich gegangen. Zum Beispiel die schlagzeilenträchtige Umbenennung des damaligen Hindenburgplatzes in Schlossplatz, die im Jahr 2012 in einen Bürgerentscheid mündet. Bei Arndt Zinkant, dem lokalen Karikaturisten unserer Tageszeitung, sieht das dann so aus: SPD, Grüne und Linke wollen dem alten Reichspräsidenten den Bart stutzen, während Münsters konservative Kreise Paul von Hindenburg die andere Bartseite liebevoll flechten. . .

Pfiffig, frech, kritisch, aber nie unter der Gürtellinie, hält Zinkant mit feinem Strich die jüngere Stadtgeschichte seit dem Jahr 2000 im Bild fest – immer samstags im Münster-Teil der Westfälischen Nachrichten. Fast 1000 Karikaturen sind in den 18 Jahren als eine Stadtgeschichte der ganz besonderen Art entstanden.

Die Jahre 2000 bis 2006 finden sich in einer ersten Münster-Chronik („Jovle Zeiten, schofle Zeiten“) wieder, nun folgen in einem zweiten, im Verlag Aschendorff erschienenen Buch unter dem Titel „Münster. Der ganz normale Tinnef“ die Jahre 2007 bis 2019.

Dr. Benedikt Hüffer , Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Aschendorff, wozu Buchverlag und Redaktion zählen, unterstreicht die Bedeutung der Zinkant-Karikaturen für den Lokalteil. „In Münsters politischer Landschaft, die sich immer wieder verändert, gibt es viele Möglichkeiten für einen Karikaturisten“, sagt Hüffer.

Häufig sind es die Aufreger-Themen der Woche. Damals die Debatte über die geplatzte Musikhalle vor dem Schloss, heute die Debatte über das Hafencenter.

Für „Münster. Der ganz normale Tinnef“ hat Zinkant 138 aus 650 Karikaturen ausgewählt. Neben politischen Themen durften leichte Stoffe wie der in ein Tretboot auf dem Aasee verliebte Schwan Petra, Wilsberg, Boer­ne und Thiel aus dem Münster-Tatort nicht fehlen.

Im Rahmen der von den Oldtimer-Freunden organisierten „Münster Classics“ am 15./16. Juni wird Arndt Zinkant am Startpunkt in der Speicherstadt Karikaturen und auf Wunsch auch teilnehmende Fahrzeuge zeichnen.

Zum Thema

Arndt Zinkant: „Münster. Der ganz normale Tinnef“. Die neue Münster-Chronik in Karikaturen, Aschendorff Verlag, 143 Seiten, 19,90 Euro

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