Kreisverband feiert 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt
Aktiv für soziale Gerechtigkeit

Münster -

Zwischen Spiel-Ständen, Kuchen-Buffet und Unterhaltungskünstlern machten sie das, was sie gut können: mit Bewohnern des Viertels Zeit verbringen und ihnen Aufmerksamkeit geben. Den 100. Geburtstag der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Deutschland feierte der Kreisverband Münster am Samstag in Verbindung mit seinem jährlichen Frühlingsfest an der „Alten Post“ in Berg Fidel.

Sonntag, 02.06.2019, 20:00 Uhr
Der Ballonkünstler unterhielt Kinder und Eltern. Auf dem Fest unterwegs waren auch die Awo-Kreisvorsitzende für das Ehrenamt, Anna Mazulewitsch-Boos (l.), Oda Strack-Fühner vom „Förderverein Alte Post“ (2.v.r.) und Jürgen Siekmann (r.) aus dem Awo-Kreisvorstand.
Der Ballonkünstler unterhielt Kinder und Eltern. Auf dem Fest unterwegs waren auch die Awo-Kreisvorsitzende für das Ehrenamt, Anna Mazulewitsch-Boos (l.), Oda Strack-Fühner vom „Förderverein Alte Post“ (2.v.r.) und Jürgen Siekmann (r.) aus dem Awo-Kreisvorstand. Foto: klm

Die Räume der „Alten Post“ am Rincklakeweg nutzt die Awo für ihre Sozialberatung. In Berg Fidel unterhält man zudem das Projekt „Älterwerden im Stadtteil“.

„Wir sind in Kinderhaus stark vertreten, in Coerde und auch hier“, sagte Anna Mazulewitsch-Boos , Kreisvorsitzende für das Ehrenamt. Man wolle „bei der Bewältigung sozialer Probleme und der Lösung sozialpolitischer Aufgaben mitwirken“, formuliert die Awo Münster in ihrem Eigenprofil.

Dabei gingen die Grundsätze, das sind „Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz und Gleichheit“, auf die Gründerin zurück, wie Mazulewitsch-Boos und Kollegen am Samstag Besuchern erklärten: auf Marie Juchacz , die die Arbeiterwohlfahrt im Dezember 1919 in Köln gründete. Sie war SPD-Abgeordnete in der Weimarer Nationalversammlung.

Bundesweit engagieren sich heute rund 300.000 Personen ehrenamtlich in der Awo, wie die Vorsitzende darlegte. In Münster seien es etwa 350; die Zahl der Hauptberuflichen vor Ort ließe sich aktuell nicht beziffern, liege aber ähnlich hoch.

Tätig sind sie für die neun eigenen Kindertagesstätten in der Stadt, eine davon in Berg Fidel. Andere Aufgaben sind Inklusion durch Schulsozialarbeit, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung von Reisen, Kur und Erholung und der Einsatz für zwei Begegnungsstätten. Auch die Migration spiele für die Awo eine Rolle in Berg Fidel, einem Stadtteil, der besonders von Zuwanderung betroffen ist.

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ging am Samstag speziell darauf ein: „Was für die Integration getan wird, kommt dem ganzen Stadtteil zugute“. meinte er. Im November feiert die Awo Münster den 100. Geburtstag im Rathaus. Dann werde voraussichtlich von der Stadt bekannt gegeben, dass bald „eine Straße nach Gründerin Juchacz benannt wird. Die Benennung ist ziemlich sicher“, sagte Jürgen Siekmann aus dem Kreisvorstand.

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