Deutschland-Treffen in Münster
Ambassador Club verleiht Preis für Toleranz und Völkerverständigung

Münster -

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder der deutschen Ambassador Clubs. Dabei wird der Preis für Toleranz und Völkerverständigung verliehen. Diesmal kam der Preisträger aus Münster.

Montag, 03.06.2019, 15:35 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 18:05 Uhr
AC-Präsident Albert Dittmar (v.r.) und Kanzler Hein Wilken überreichten mit Oberbürgermeister Markus Lewe den Toleranzpreis des Ambassador Clubs Deutschland an den Förderverein Alte Post mit dem Vorsitzenden Wilfried Stein und Birgitt Oeser.
AC-Präsident Albert Dittmar (v.r.) und Kanzler Hein Wilken überreichten mit Oberbürgermeister Markus Lewe den Toleranzpreis des Ambassador Clubs Deutschland an den Förderverein Alte Post mit dem Vorsitzenden Wilfried Stein und Birgitt Oeser. Foto: Dirk Anger

Die Stadt und das Wetter präsentierten sich von ihrer besten Seite, als sich insgesamt rund 240 Mitglieder des deutschen Ambassador Clubs (AC) am Wochenende zu ihrem dreitägigen Treffen in Münster versammelten. Organisiert hatten die jährlich stattfindende Veranstaltung diesmal die drei münsterischen Ambassador Clubs – und dabei für ihre Clubfreunde aus ganz Deutschland sowie aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und der Slowakei ein abwechslungsreiches Programm mit Touren durch die Domstadt und Umgebung zusammengestellt.

Höhepunkt des Treffens war der Festabend im Europasaal des Mövenpick-Hotels mit der Verleihung des Preises für Toleranz und Völkerverständigung. Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an den Förderverein Alte Post, der in Berg Fidel ein Bürger- und Beratungszentrum unterhält und für die mehr als 40 Nationalitäten im Stadtteil eine wichtige Anlaufstelle bildet. Die dortige Hausaufgabenhilfe wird seit 15 Jahren von der Fördergemeinschaft des AC Münster unterstützt, wie AC-Kanzler Hein Wilken betonte.

Visionen im Miteinander

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe übergab den Preis zusammen mit dem Präsidenten des nationalen Ambassador Clubs, Albert Dittmar (AC Mittelrhein), der von einem „würdigen Preisträger“ sprach.

Zuvor hatte Lewe in seinem Grußwort das Ansinnen der Ambassadoren wertgeschätzt, sich dem Austausch und der gegenseitigen Verständigung zu widmen. Es brauche „ein Bewusstsein für gesundes Leben, Miteinander und Gemeinschaft“. Nur im Miteinander könne man Visionen haben. „Ich habe Sorge, dass der Dialog zwischen Älteren und Jüngeren zusammenbricht“, äußerte Lewe seine Befürchtung.

Freundschaft, Verständigung und Frieden

„Sollten wir nicht froh sein, dass junge Menschen auf die Straße gehen?“, fragte der Oberbürgermeister und erhielt dafür viel Applaus. Einen Punkt stellte der scheidende Präsident des Deutschen Städtetags heraus: „Ohne Zusammenhalt in Deutschland und Europa wird es schwierig mit der Zukunft.“

Da passte es gut, dass Vertreter der drei hiesigen Ambassador Clubs, Peter Hagemann (AC Münster), Petra Weischer-Heinrichsbauer (AC Monasteria) und Barbara Kresing-Wilken (AC Münster 2001), bei ihrer Begrüßung den von Freundschaft, Verständigung und Frieden getragenen ambassadorischen Gedanken hervorgehoben hatten.

210 Gäste

Bevor sich die Tanzfläche am Festabend, an dem rund 210 Gäste teilnahmen, füllte, gratulierte AC-Deutschland-Präsident Dittmar noch dem AC Monasteria und seiner Präsidentin Kirsten Brinkmann zum 20-jährigen Bestehen. Und zum Cheforganisator des Treffens, Peter Hagemann (Präsident des AC Münster), der mit einem Dutzend Mitstreitern eineinhalb Jahre lang die Vorbereitungen getroffen hatte, sagte Dittmar: „Es bedarf immer eines besonderen Menschen, der alle Fäden in der Hand hält – das warst du.“

Das Treffen der Ambassa­doren hatte am Freitag mit einem Begrüßungsabend im Mühlenhof begonnen und endete am Sonntag mit einer Jazz-Matinee in der Orangerie des Botanischen Gartens.

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