Wahl des Studierendenparlaments
Tombola für Abstimmer

Münster -

Die Studierenden der Universität sind in dieser Woche zur Wahl aufgerufen. Der AStA will die Wahlbeteiligung fördern und greift dabei zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

Donnerstag, 06.06.2019, 16:00 Uhr
Es ist Wahlwoche an der WWU: Rund 45 000 Studierende sind aufgerufen, das Studierendenparlament, die Fachschaftsräte und diverse Gremien zu wählen. Für alle, die mitmachen, verlost der AStA sogar Preise.
Es ist Wahlwoche an der WWU: Rund 45 000 Studierende sind aufgerufen, das Studierendenparlament, die Fachschaftsräte und diverse Gremien zu wählen. Für alle, die mitmachen, verlost der AStA sogar Preise. Foto: Karin Völker

Im vergangenen Jahr gab es eine kleine Sensation bei den Wahlen an der Universität: Die Beteiligung an der Abstimmung zur Besetzung von Studierendenparlament (Stupa), Fachschaftsräten und Gremien der Selbstverwaltung knackte nach langer Zeit einmal wieder die 20-Prozent-Marke.

Gerade ist wieder Wahlwoche an der WWU – und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), der sich entsprechend der Mehrheiten im Studierendenparlament konstituiert, rührt massiv die Werbetrommel. „Geh wählen“, wirbt ein großes Transparent über dem Haupteingang zum Schloss. Um den Urnengang besonders schmackhaft zu machen, hat der AStA Preise für die Wähler ausgelobt. Wer seinen Stimmzettel abgibt, kann etwas gewinnen – Hauptgewinn ist eine Heißluftballonfahrt.

Wahlurnen in vielen Uni-Gebäuden

Genau geht es, wie in jedem Jahr, um die Besetzung diverser Gremien. Je nach Studienfach sind die Studierenden zur Besetzung des jeweiligen Fachschaftsrates aufgerufen, der sich um studentische Belange auf Fachbereichsebene kümmert. Außerdem geht es um die Besetzung der Fachbereichsräte und des Senats. Auch hier bestimmen Studierende bei wichtigen Entscheidungen innerhalb der Hochschule mit. Ausländische Studierende wählen außerdem noch eine eigenen Studierendenvertretung.

In vielen Uni-Gebäuden stehen in dieser Woche bis Freitag Wahlurnen, und an den Laternenmasten in der Nähe von Unigebäuden und Mensen hängen Wahlplakate. Der CDU-nahe RCDS wirbt mit Blick auf die mögliche Sommerhitze mit der Forderung nach klimatisierten Bibliotheken. Jusos und Grüne, die derzeit den AStA stellen, werben für eine soziale, diskriminierungsfreie Uni und wollen das Wohnungsproblem anpacken.

Satirepartei wirbt mit Abwesenheitspflicht

Beide stehen kritisch zum Hochschulgesetz der Landesregierung. Die Jusos reklamieren für sich, erfolgreich gegen die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen gearbeitet zu haben. „Die Liste“, Ableger der Satirepartei „Die Partei“, wirbt passend dazu gleich mit „Abwesenheitspflicht“ bei Referaten, das Plakat ziert ein schlafender Student im Hörsaal.

In der Zusammenarbeit mit den Aktiven der „Liste“ knirschte es im AStA zuletzt gewaltig. Grüne und Jusos kündigten kürzlich die Zusammenarbeit mit der „Liste“ im AStA auf und entließen kurzerhand deren Referenten. Der Grund: „Die Liste hatte nach Lesart von Grünen und Jusos weitere Ableger-Listen gebildet, die angeblich nicht dazu gegründet wurden, durch aktive Arbeit in den Gremien konstruktiv Einfluss zu nehmen“, wie es hieß.

Elefantenrunde im Radio

Der Schlagabtausch der Aktiven, die Studentenpolitik interessant finden, ist wie immer hitzig, wie die im Internet abrufbare Elefantenrunde des Studierenden-Radios Q mit Kandidaten zeigt.

Im AStA-Häuschen keimt unterdessen angesichts wachsender Politisierung der jungen Generation die Hoffnung, dass die Wahlbeteiligung diesmal noch höher ausfallen könnte als im vergangenen Jahr.

So niedrig 20 Prozent auf den ersten Blick anmuten, an anderen Unis sind die Studierenden noch weniger wahlfreudig als in Münster. Ein Vergleich von Radio Q aus dem Jahr 2016 sah die WWU-Studierenden mit damals nur 17 Prozent Wahlbeteiligung noch weit vor Unis wie Köln, Berlin, Bochum oder Frankfurt.

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