Treffen der LEG-Mieterinitiative
Problemfall „zweite Miete“

Münster -

Beim Infoabend der LEG-Mieterinitiative zum Thema „Zweite Miete – die Nebenkosten“ in Berg Fidel kamen so viele Leute, dass der Raum nicht ausreichte, um alle zu fassen. Offenbar betrifft das Problem viele Mieter.

Donnerstag, 13.06.2019, 13:00 Uhr
Groß war der Andrang in der Alten Post: Viele LEG-Mieter informierten sich zum Thema Nebenkosten.
Groß war der Andrang in der Alten Post: Viele LEG-Mieter informierten sich zum Thema Nebenkosten. Foto: pd

Erschrocken zeigte sich Werner Szybalski von der LEG-Mieterinitiative angesichts des Zulaufs beim Infoabend zum Thema „Zweite Miete – die Nebenkosten“ in Berg Fidel: Da gebe es offensichtlich richtig Probleme bei den Mietern, so Szybalski. Der Andrang beim Monatstreffen war so groß, dass das Bürger- und Beratungszentrum Alte Post die rund 80 interessierten Mieter nicht fassen konnte. Veranstaltungsleiter Andreas Heusmann von der LEG-Mieterinitiative Berg Fidel verlegte kurzerhand den Infoabend vor die Tür.

Rechtsanwalt Paul Demel erläuterte Grundsätzliches zur Nebenkostenabrechnung: „Mieter müssen zusätzlich zur Miete nur dann die Nebenkosten zahlen, wenn dies mietvertraglich vereinbart ist. Eine Ausnahme bilden die Heizkosten, die verbrauchsabhängig abgerechnet werden müssen.“ Zudem führte er aus, was überhaupt zu den Nebenkosten zählt, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies sei in der Betriebskostenverordnung abschließend festgelegt. 17 Kostenarten gäbe es. Drei Kosten betreffen Heizung und Warmwasser, die übrigen 14 „kalten“ Nebenkostenarten sind: Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Fahrstuhl, Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne oder Breitbandkabel, Einrichtungen zur Wäschepflege und sonstige Kosten wie Wartungskosten für Rauchwarnmelder. Andere Kosten könnten grundsätzlich nicht über die Nebenkosten abgerechnet werden. „Geschieht so etwas, rate ich zum Widerspruch. Idealerweise tun sie dies mit Hilfe der Initiative oder der rechtlichen Unterstützung eines Mietervereins beziehungsweise eines Rechtsanwalts“, so Demel.

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