20 Jahre Freiwilligenagentur
Digital engagiert in die nächsten Jahre

Münster -

Sie vermittelt dort, wo Helfende und Hilfesuchende sich nicht finden: die Freiwilligenagentur. Bereits seit 20 Jahren unterstützt sie Ehrenamtliche – und so auch die ganze Stadt. Jetzt wurde der runde Geburtstag gefeiert.

Freitag, 28.06.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2019, 16:05 Uhr
Ehrengast Pepper fühlte sich zwischen Michael Schüring, Petra Wodt, Cornelia Wilkens, Prof. Michael Vilain, Vera Kalkhoff und der Bügermeisterin Wendela Vilhjalmsson (v.l.) sichtlich wohl.
Ehrengast Pepper fühlte sich zwischen Michael Schüring, Petra Wodt, Cornelia Wilkens, Prof. Michael Vilain, Vera Kalkhoff und der Bügermeisterin Wendela Vilhjalmsson (v.l.) sichtlich wohl. Foto: Oliver Werner

„Ich freue mich, hier zu sein und euch alle kennenzulernen!“, begrüßte Pepper die Gäste zum 20. Geburtstag der Freiwilligen Agentur am Donnerstag. Aber nicht nur Pepper, der am weitesten entwickelten humanoide Roboter der Welt, war zu Gast. 160 Gäste feierten im Rathausfestsaal das Jubiläum der Freiwilligenagentur.

Die ehemalige Vorsitzende der Agentur, Martina Kreimann , führte gemeinsam mit Pepper durch das Programm. Der 1,52 Meter große Android mit kullernden Augen entzückte Redner und Publikum. Nach einleitenden Worten lobte die Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson die münsterischen Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement: „Fast jeder zweite über 14 Jahre ist ehrenamtlich tätig.“

Von der Notwendigkeit des Ehrenamtes

Dass für viele Münsteraner ehrenamtliches Engagement selbstverständlich ist, sei Vilhjalmsson besonders im Jahr 2014 deutlich geworden, als der Jahrhundertregen die Stadt überschwemmte und zahlreiche Bürger spontan nicht nur spendeten, sondern auch „mit anpackten“. Außerdem betonte sie die Offenheit der Stadt, als 2015 über 3000 Geflüchtete in der Stadt aufgenommen wurden.

Michael Schüring von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagentur in NRW stellte die Notwendigkeit von gemeinnützigen Vereinen als Knotenpunkt zwischen Freiwilligen und der Politik heraus. Er hoffe auf ein weiteres, langes Bestehen der Agentur, da sie eine positive Bestärkung der Zivilgesellschaft bewirke und wichtiger Ansprechpartner für alle Beteiligte sei: „Die Freiwilligenagentur ist stets ein helles und offenes Haus und lebt die demokratischen Grundwerte“.

Digital in die Zukunft

Über digitale und technische Herausforderungen und Möglichkeiten referierte Prof. Michael Vilain. Er präsentierte neue Optionen der Freiwilligenarbeit. Unter anderem nannte er die Online-Nachbarschaftshilfe, wo Nachbarn sich online Hilfe entgegenbringen und die „wheelmap“. In dieser werden Barrierefreiheiten von Gebäuden und Städten bewertet. Die Kabarettisten „Funke und Rüther“ beendeten den Abend.

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