Grünflächenunterhaltung lässt die Promenade erklingen
„Jeder kann kommen“

Münster -

Zum zweiten Mal in diesem Jahr erließen viele Ensembles die Promenade erklingen. Es lockt die Grünflächenunterhaltung.

Sonntag, 07.07.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 17:35 Uhr
Sie waren aktiv bei der Grünflächenunterhaltung (von oben links im Uhrzeigersinn): Das Ensemble „Die Zuckerschnitten“, die Bläser-Combo „Pumpernickels“, der Initiator Thomas Nufer und die Parforcehornbläser Münsterland.
Sie waren aktiv bei der Grünflächenunterhaltung (von oben links im Uhrzeigersinn): Das Ensemble „Die Zuckerschnitten“, die Bläser-Combo „Pumpernickels“, der Initiator Thomas Nufer und die Parforcehornbläser Münsterland. Foto: Arndt Zinkant

Was das Besondere an der diesjährigen Grünflächenunterhaltung ist? Thomas Nufer lächelt: „Eigentlich ist es jedes Jahr dasselbe.“ Und das Rezept, das der münsterische Künstler und Initiator der beliebten Promenadenmusik erdacht hat, bewährt sich seit vielen Jahren. „Keiner fühlt sich bedrängt. Jeder kann kommen und gehen, wie er will.“ Das Ganze sei sozusagen basisdemokratisch und vollkommen unaufgeregt. „Wir nehmen uns nicht wichtig“, sagt Nufer, der durch den verheerenden Orkan Kyrill 2007 auf die Idee kam, dem Pflanzenwachstum an der zerzausten Promenade mittels Musik unter die Arme respektive die Wurzeln zu greifen.

Das Konzept hatte vor zwei Wochen bei schönstem Wetter die Promenade dicht mit Schau- und Hörlustigen bevölkert. Das kühlere Wetter am vergangenen Samstag zog jedoch gleich weniger Publikum zwischen die diversen Musikgruppen – von denen so manche das Gebot, unverstärkt zu spielen, übergingen; aber manches klingt sonst eben nicht gut.

Natürlich spielte das Streichquartett „Se4sons“ unverstärkt – und zeigte, wie gut sich die zarten klassischen Töne am Wegesrand machen. Auch A-cappella-Gruppen zogen wie gewohnt die Flaneure in den Bann. Wenn man das folkloristische, wildwesterprobte „Shenadoah“ auf der Promenade hört, geht einem sofort das Herz auf.

Eher schlageraffin gaben sich die „Zuckerschnitten“, eine Gruppe von Amateur-Sängerinnen, die mit Pink-Stola und guter Laune zum Beispiel Vicky Leandros huldigten. Sie hatten sich in der Nähe des Buddenturms positioniert, ebenso wie das Duo „Hand und Fuß“ mit ihrem „Smooth Hip-Hop“. Kerniger ging es bei den „Pumpernickels“ zu, die Blasmusik von Polka bis Pop präsentierten. Ganz traditionell mit viel Jägerlatein spielten dagegen die „Parforcehornbläser Münsterland“ nahe der Unterführung.

Was die Platzierung der Gruppen angeht, so gehen Thomas Nufer übrigens die Sonderwünsche mancher Musiker auf den Keks. Natürlich müsse man vermeiden, dass eine Mundharmonika gegen Posaunen anspielen muss, aber dennoch: „Vielleicht sollte ich das beim nächsten Mal per Losverfahren regeln“, lächelt Nufer.

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