Neues Hochschulgesetz
Keine Änderung bei Anwesenheitspflicht

Münster -

Studierende sind besorgt, dass nach der Verabschiedung des neuen NRW-Hochschulgesetzes die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen wieder verhängt werden könnte. An der Uni Münster soll alles beim Alten bleiben.

Sonntag, 14.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 16:30 Uhr
 
  Foto: dpa

Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss ( AStA ) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist über die Verabschiedung des neuen Hochschulgesetzes im Landtag alles andere als erfreut. „Durch das neue Hochschulgesetz können Anwesenheitspflichten eingeführt werden. Die Friedensklausel kann abgeschafft werden“, kritisiert Anna-Lena Krug, AStA-Referentin für Hochschulpolitik und politische Bildung, in einer Pressemitteilung.

An der gängigen Praxis an der WWU in beiden Punkten werde sich durch das neue Gesetz aber nichts ändern, betont Uni-Sprecher Norbert Robers .

WWU will nichts ändern

Bisher schon wird die Frage der Anwesenheitspflicht von einem inneruniversitären Gremium geregelt, dem auch Studierende angehören. Wenn ein Dozent eine Anwesenheitspflicht durchsetzen will, muss er dies bei dem Gremium beantragen.

Anwesenheitspflicht gebe es an der WWU lediglich in Lehrveranstaltungen, deren Erfolg ohne regelmäßigen Besuch nicht zu gewährleisten wäre oder die dann schlicht unsinnig wären. Dazu zählen Exkursionen, aber auch Experimental-Übungen in Labors der naturwissenschaftlichen Fächer.

Regeln selbst gestalten

Die Hochschule werde auch am Prinzip festhalten, keine Forschung für militärische Zwecke zu dulden, so Robers. Die Zivilklausel ist Teil der Universitätsverfassung. Nur weil das Hochschulgesetz nun andere Möglichkeiten einräume, werde die WWU nicht von diesem Grundsatz abweichen.

Das Hochschulgesetz schreibt den Universitäten auch keineswegs vor, etwa nun wieder die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen einzuführen. Im Rahmen ihrer Autonomie können die Hochschulen eigene Regeln definieren.

Dennoch will der AStA nun laut Pressemitteilung „Druck“ auf die Universität ausüben, die Möglichkeiten des Hochschulgesetzes nicht auszuschöpfen.

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