Neue Aktion „Münster sieht gelb“
Kinder verteilen Denkzettel

Münster -

Kinder der Martinischule verteilten am Freitag gelbe Denkzettel an Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Eine Maßnahme im Rahmen der Aktion „Münster sieht gelb“, die in den nächsten Wochen an vielen Stellen in der Stadt wiederholt wird.

Freitag, 30.08.2019, 19:00 Uhr
Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr bietet die Aktion „Münster sieht gelb“, die zum 15. Mal durchgeführt wird. Schüler der Martinischule verteilten bei Geschwindigkeitskontrollen am Freitag selbst gemalte Denk- oder Dankzettel an Autofahrer. Mit dabei unter anderem (v.r.) Konrektor Jochen Bisping, Schulamtsdirektorin Alice Lennartz und Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch (hinten, 7.v.r.)
Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr bietet die Aktion „Münster sieht gelb“, die zum 15. Mal durchgeführt wird. Schüler der Martinischule verteilten bei Geschwindigkeitskontrollen am Freitag selbst gemalte Denk- oder Dankzettel an Autofahrer. Mit dabei unter anderem (v.r.) Konrektor Jochen Bisping, Schulamtsdirektorin Alice Lennartz und Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch (hinten, 7.v.r.) Foto: hö

Vor Schulen Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht einzuhalten – das geht gar nicht. Deshalb verteilen Schüler der Martini-Grundschule am Freitag in der Stiftsherrengasse gelbe Denk-, aber auch Dankzettel für jene Autofahrer, die sich vorbildlich verhalten.

Es ist eine der Aktionen des von Antenne Münster initiierten Projekts „Münster sieht gelb“, das derzeit bereits zum 15. Mal durchgeführt wird. Noch bis zum 12. September sind Grundschüler mit Unterstützung von Polizei, Verkehrswacht sowie weiterer Partner in ganz Münster aktiv und sanktionieren das Verkehrsverhalten von Auto- Radfahrern und Fußgängern.

Für rücksichtsvolleres Miteinander

„Wir wollen damit für ein rücksichtsvolleres Miteinander im Straßenverkehr sensibilisieren“, erklärt Hauptkommissarin Kerstin Hagemann, die die Martini-Schüler am Freitag begleitet.

An insgesamt sieben Grundschulen sollen in den nächsten Wochen diese Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und darüber hinaus zu Schwerpunktthemen informiert werden. Darunter auch über die Nachteile des leidigen Eltern-Taxis zur Schule, über das Verhalten der Kinder an Ampeln, Zebrastreifen und Kreuzungen.

Die Erstklässler sind derzeit wieder an ihren leuchtend gelben Kappen zu erkennen, die im Rahmen der Aktion „Münster sieht gelb“ verteilt wurden. „Denn Kinder sind unser wertvollstes Gut. Sie müssen wir im Straßenverkehr, der mitunter einem Abenteuer gleicht, stärken“, betonte Polizeipräsident Hajo Kuhlisch.

Wir sollten wenigsten auf die ganz Schwachen Rücksicht nehmen.

Polizeipräsident Hajo Kuhlisch

Rücksichtnahme lasse leider bei vielen Verkehrsteilnehmern zu wünschen übrig. „Aber wir sollten wenigsten auf die ganz Schwachen Rücksicht nehmen.“ Falsch verstandene Fürsorge sei allerdings das sogenannte Elterntaxi. Wenn Kinder bis vor die Schule gefahren werden, lerne der Nachwuchs kein adäquates Verkehrsverhalten.

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