Platz für 12.000 Patienten
Verein „Lichtstrahl Uganda“ baut Medizinstation

Münster -

Hilfe zur Selbsthilfe: Der münsterische Verein „Lichtstrahl Uganda“ hat im nordugandischen Gulu eine neue Medizinstation errichtet – inklusive Dentalbereich. Warum die dringend nötig ist, weiß die münsterische Krankenschwester Heike Rath.

Mittwoch, 04.09.2019, 10:00 Uhr
Der Rohbau der neuen Medizinstation des Vereins „Lichtstrahl Uganda“ ist fertig. Gemeinsam mit Schulkindern hat Heike Rath (Mitte) bei ihrem jüngsten Besuch in Gulu Richtfest gefeiert.
Der Rohbau der neuen Medizinstation des Vereins „Lichtstrahl Uganda“ ist fertig. Gemeinsam mit Schulkindern hat Heike Rath (Mitte) bei ihrem jüngsten Besuch in Gulu Richtfest gefeiert. Foto: Lichtstrahl Uganda

Hilfe zur Selbsthilfe ist die Grundphilosophie des Vereins „ Lichtstrahl Uganda “, der vor einigen Jahren auch Projektpartner der WN-Weihnachtsspendenaktion war. Jetzt weitet der münsterische Verein, der neben der Medizinstation im Buschland von Gulu im Norden Ugandas auch einen Kindergarten, eine Schule und seit Januar ein Mütterkrisenhaus betreibt, seine Arbeit weiter aus.

Da die vor fast zehn Jahren gegründete Medizinstation für den Andrang von rund 12.000 Patienten pro Jahr nicht mehr ausreicht, entsteht auf einem Nachbargrundstück derzeit ein größerer Neubau mit Dentalbereich. „Und unsere alte Medizinstation wird künftig zur HIV-Klinik“, erzählt die münsterische Krankenschwester Heike Rath , die in diesem Sommer wieder einige Wochen vor Ort war, um das Bauprojekt zu begleiten.

Prävention hat hohen Stellenwert

Gulu habe eine der höchsten HIV-Raten in Uganda, auch wegen der zahlreichen Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Süd-Sudan. In der HIV-Klinik mit Medikamentenausgabe an die Patienten aus dem Buschland sollen neben einem Labor ein Behandlungsraum, zwei Beratungsräume und auch ein Schulungsraum entstehen. Denn das Thema Prävention, betont Heike Rath, hat einen hohen Stellenwert.

Dies gelte auch für die so oft vernachlässigte Zahngesundheit vieler Menschen in Uganda. Der Verein „Lichtstrahl Uganda“ lasse daher derzeit einige Dentisten für die Arbeit in der Medizinstation ausbilden. Und da es beim Bewusstsein für ordentliche Zahnhygiene noch Nachholbedarf gibt, verteilen die Mitarbeiter in der vereinseigenen Schule regelmäßig Zahnbürsten und Zahncreme. Rath: „Denn Zuckerrohr wird meist direkt vom Feld verspeist.“

Mit der Unterstützung der Fresenius-Stiftung wurde laut Rath der Rohbau der neuen Medizinstation gestemmt. Für die Inneneinrichtung – unter anderem für Infusionsständer und Notfallbetten – ist der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen.

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