50 Jahre Münster-Monastir
Freundschaft feiert Jubiläum

Münster -

Eine Delegation aus Tunesien weilt in dieser Woche in Münster, um das 50-jährige Bestehen der Partschaft zwischen Münster und Monastir zu begehen. Am Freitag gab es eine Feier im Erbdrostenhof.

Freitag, 13.09.2019, 20:30 Uhr
Der stellvertretende Bürgermeister Monastirs, Faouzi Borjini (Mitte), sowie der tunesische Botschafter in Berlin, Ahmed Chafra (r.), trugen sich im Beisein von Oberbürgermeister Markus Lewe ins Goldene Buch der Stadt Münster ein.
Der stellvertretende Bürgermeister Monastirs, Faouzi Borjini (Mitte), sowie der tunesische Botschafter in Berlin, Ahmed Chafra (r.), trugen sich im Beisein von Oberbürgermeister Markus Lewe ins Goldene Buch der Stadt Münster ein. Foto: Oliver Werner

Die tunesische Stadt Monastir, sie biete ein ideales Klima, erstklassige Hotels, einen Yachthafen, weiße Strände und das klare, türkisfarbene Wasser des Mittelmeers, lässt sich auf der Homepage der Stadt Münster nachlesen. Doch Monastir ist für Münster weitaus bedeutender als nur eine schöne Urlaubsdestination zu sein. Seit mittlerweile einem halben Jahrhundert besteht zwischen den beiden Städten eine Partnerschaft, seinerzeit angestoßen vom Geschäftsmann Egbert Snoek .

Aus diesem Anlass waren am Freitag unter anderem Ahmed Chafra, tunesischer Botschafter in Deutschland, sowie Faouzi Borjini, stellvertretender Bürgermeister Monastirs, in Münster, um sich im feierlichen Rahmen eines Empfangs im Friedenssaal in das Goldene Buch der Stadt Münster einzutragen. Im Anschluss an diese Zeremonie fand im Erbdrostenhof die Jubiläumsfeier statt.

Der tunesische Botschafter Chafra ging zunächst mit ernster Miene auf die Gegebenheiten in seinem Land ein, betonte die starke Rolle der Frau, für die die vierköpfige Delegation mit zwei Männern und zwei Frauen nur exemplarisch stehe. „Warum erzähle ich Ihnen all das?“, fragte Chafra vor rund 130 Gästen im Erbdrostenhof und beantworte die Frage dann gleich sichtlich gelöster selber: „Weil, 50 Jahre nachdem die Partnerschaft zwischen Münster und Monastir besiegelt wurde, Tunesien und Deutschland die selben Werte bezüglich Demokratie, Freiheit und Menschenrechte teilen.“

Auch Oberbürgermeister Markus Lewe ging in seiner Rede auf die Veränderungen in Tunesien, auch als Folge des arabischen Frühlings, ein. Tunesien, so Lewe, habe einen Sprung nach vorne gemacht und sei hinsichtlich der Entwicklungen „absolute Spitze in der arabischen Welt“.

SPD-Ratsherr Thomas Kollmann, gleichzeitig Vorsitzender des Freundeskreises Münster-Monastir, wählte blumige Worte, um die Delegation aus Tunesien zu ermutigen, schon bald neue Gäste nach Deutschland zu entsenden. „Nicht nur unsere Herzen, sondern auch unsere Türen und Wohnungen stehen für Sie offen“, hofft Kollmann, dass schon bald mehr Gäste aus Monastir den Weg nach Münster finden werden.

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