Ende der Turbulenzen
Neue Geschäftsführerin übernimmt am Klarastift

Münster -

Am Klarastift scheint nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres wieder Ruhe eingekehrt zu sein. Und es gibt ein neues Gesicht an der Spitze.

Dienstag, 24.09.2019, 21:00 Uhr
Über das Lindenblatt als neues Erkennungszeichen des Klarastifts und die neue Geschäftsführerin Ewa Woroch (2.v. l.) freuen sich (v. l.) Dr. Holger Praßel, Cornelia Wilkens und Mathias Kersting.
Über das Lindenblatt als neues Erkennungszeichen des Klarastifts und die neue Geschäftsführerin Ewa Woroch (2.v. l.) freuen sich (v. l.) Dr. Holger Praßel, Cornelia Wilkens und Mathias Kersting. Foto: Dirk Anger

Im städtischen Altenzentrum Klarastift haben sich die Wogen offensichtlich geglättet. Hinter der Einrichtung im Mauritz-Viertel, für die die Heimaufsicht im vergangenen Jahr noch einen mehrmonatigen Belegungsstopp wegen pflegerischer Mängel verhängt hat, liegen turbulente Monate.

Der Ende September ausscheidende Interimsgeschäftsführer Dr. Holger Praßel hat es nach Einschätzung des Aufsichtsrates aber geschafft, das Klarastift in ruhiges Fahrwasser zu bringen – „zusammen mit den anderen beiden Geschäftsführerinnen“, wie Praßel ausdrücklich betont. Zum 1. Oktober übernimmt jetzt Ewa Woroch das Ruder. Die 39-Jährige leitete zuletzt ein Pflegeheim in Essen und freut sich nach eigenem Bekunden „auf ein starkes Team, mit dem man eine Menge bewegen kann“.

Die neue Geschäftsführerin vereinige pflegerische Kompetenz und notwendige Kenntnis der Betriebswirtschaft in ihrer Person, lobte die städtische Stiftungs- und Sozialdezernentin Cornelia Wilkens . Ihr war die Erleichterung über den Neuanfang am Klarastift förmlich anzumerken. Gleich mehrfach wies sie darauf hin, dass sich in den vergangenen Monaten der Pflege- und Verwaltungsbereich stabilisiert habe.

Gleichwohl erwies sich die Nachfolge-Suche für den vormaligen Geschäftsführer des Klarastifts, von dem man sich im November 2018 getrennt hatte, zunächst als holprig. Denn der auserkorene Kandidat sagte in letzter Sekunde in Münster ab. In der zweiten Runde fiel dann die Entscheidung für Ewa Woroch.

Sie sei stark in Sachen Personalführung, lobte Wilkens. Als Beleg dafür wertete die Sozialdezernentin die Tatsache, dass es Woroch in ihrem alten Wirkungskreis gelungen sei, Zeitarbeit komplett zugunsten von Festanstellung verdrängen zu können. Dabei stelle sich heutzutage die Personalgewinnung im Pflegebereich als eine der großen Herausforderungen dar. Eine Tatsache, die auch den Klarstift-Aufsichtsrats­chef Mathias Kersting umtreibt: „Wir müssen beim Personal Fachkräfte kriegen.“ Dass Letzteres mit der neuen Geschäftsführerin gelungen scheint, betont der SPD-Ratsherr: „Eine überzeugende Persönlichkeit.“

Im Klarastift arbeiten aktuell 400 Mitarbeiter, verteilt auf 188 Vollzeitstellen. Es gibt 103 stationäre Plätze, davon sind 93 belegt. Ambulante Pflege wird genauso angeboten wie Tages- oder Kurzzeitpflege. Außerdem gibt es eine Wachkoma-Station sowie Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz.

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