Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz
Gericht erteilt strenge Auflagen

Münster -

Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilte die 1. Strafkammer des Landgerichts Münster einen 21-jährigen Münsteraner, der sich in dieser Woche wegen schwerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten musste. Die Strafe wurde jedoch zur Bewährung ausgesetzt.

Samstag, 28.09.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 16:40 Uhr
 
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Während der Aussetzungsdauer von zwei Jahren muss sich der Abiturient regelmäßigen Drogenscreenings unterziehen. Außerdem wurde ihm die Ableistung von 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit auferlegt.

Das Gericht hatte das Vorliegen von schädlichen Neigungen beim Angeklagten, der im Dezember 2017 Opfer eines Überfalls geworden war, weil er 258 Gramm Cannabis in seiner Wohnung zum Weiterverkauf gelagert hatte, bejaht. Der Umstand, dass er sich gegen die Angreifer zunächst mit Pfefferspray wehrte, hatte seine Tat aus rechtlicher Sicht zu bewaffnetem Handeltreiben qualifiziert. Zudem war der Münsteraner schon häufiger durch Betäubungsmitteldelikte in Erscheinung getreten. Gleichwohl sah die Strafkammer eine positive Sozialprognose als gegeben an, wobei insbesondere die schulischen Erfolge angesichts einer schwierigen Biografie ins Gewicht fielen.

Wegen der erschwerten Startbedingungen ins Leben hatte das Gericht beim 21-jährigen, der im Grundschulalter wegen Kindeswohlgefährdung zeitweise in einer Wohngruppe untergebracht worden war, eine Reifeverzögerung angenommen und sodann Jugendstrafrecht angewendet. „Wir sehen nicht, dass der Bezug zu Betäubungsmitteln bereits vollständig weg ist“, sagte der Richter. „Es geht bei Ihnen aber in die richtige Richtung, und das soll auch beachtet werden“, erklärte der Vertreter der Staatsanwaltschaft.

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