Interkulturelles Fest
Tafeln unterm Regenschirm

MünstEr -

Kulinarisches und Kultur aus vielen Nationen: Das ergab am am Samstag beim Interkulturellen Fest wieder eine würzige Mischung. Münsteraner mit Wurzeln in zahlreichen Herkunftsländern feierten trotz des Regens in bester Laune.

Sonntag, 29.09.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 16:40 Uhr
Beim Friedensmahl tröpfelte es auf die Teller. Der Vorsitzende des Integrationsrates, Dr. Ömer Lütfü Yavuz (r.), nahm es mit Humor und spannte den Schirm auf.
Beim Friedensmahl tröpfelte es auf die Teller. Der Vorsitzende des Integrationsrates, Dr. Ömer Lütfü Yavuz (r.), nahm es mit Humor und spannte den Schirm auf. Foto: Maria Conlan

Da störte der Regen wenig: die Stimmung war gut beim Interkulturellen Fest des Integrationsrates der Stadt rund um das Stadthaus 1. Hand in Hand eröffneten Bürgermeisterin Karin Reismann und Dr. Ömer Lütfü Yavuz , der Vorsitzende des Integrationsrates, das 27. Fest unter dem Motto „Zusammen leben – zusammen wachsen“ am Samstag.

Es war ein Fest für alle Sinne: So bunt wie die musikalischen und tänzerischen Darbietungen, so vielfältig waren auch die internationalen kulinarischen Leckereien und das angebotene Handwerk aus verschiedenen Ländern. Im Sinne der Umweltfreundlichkeit herrschte Plastikverbot.

Yavuz wies bei seiner Eröffnung darauf hin, dass in Münster alle Weltreligionen praktiziert und alle Weltsprachen gesprochen werden: „Jeder fünfte Münsteraner hat einen Migrationshintergrund.“ Seine Wünsche sind, dass sich diese Vielfalt ebenso auf allen Verwaltungsebenen widerspiegelt, er forderte Chancengleichheit beim Wohnungsmarkt und Förderung des Spracherwerbs sowohl des Deutschen als auch der Herkunftssprache. Er kritisierte das neu geordnete Rückkehrgesetz für Flüchtlinge. Er setzte sich weiter ein für ein Haus für Migrantenorganisationen in Münster. Reismann erinnerte, dass in Münster Menschen mit 158 verschiedenen Nationalitäten leben. Sie ermutigte Yavuz, weiter seine Forderungen zu stellen: „Wir müssen zusammen arbeiten, gemeinsam sind wir stark“.

Interkulturelles Fest rund ums Rathaus

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  • Kulinarisches und Kultur aus vielen Nationen: Das ergab am am Samstag beim Interkulturellen Fest wieder eine würzige Mischung. Münsteraner mit Wurzeln in zahlreichen Herkunftsländern feierten trotz des Regens in bester Laune.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Da störte der Regen wenig: die Stimmung war gut beim Interkulturellen Fest des Integrationsrates der Stadt rund um das Stadthaus 1.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es war ein Fest für alle Sinne: So bunt wie die musikalischen und tänzerischen Darbietungen, so vielfältig waren auch die internationalen kulinarischen Leckereien und das angebotene Handwerk aus verschiedenen Ländern. Im Sinne der Umweltfreundlichkeit herrschte  Plastikverbot.

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Vielfalt wurde auch beim Friedensmahl auf dem Platz des Westfälischen Friedens gelebt. Hier waren Vertreter aus Politik, Verwaltung und Initiativen eingeladen. Möglich wurde dieses durch die 20 Hildegardis-Schüler, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Die Festgäste hatten die Auswahl zwischen tamilischen, kurdischen, bulgarischen oder polnischen Speisen. Als das Essen beginnen sollte, öffnete der Himmel seine Schleusen. Die Teilnehmer nahmen den Regenguss mit Humor, stellten sich unter oder spannten Schirme auf.

Doch auch bei den Friedensmahlteilnehmern gibt es offene Wünsche für mehr Integration in Münster. Florian Tenk von der Seebrücke setzt sich ein für eine humane Asylpolitik und sichere Fluchtwege. „Münster hat viel mehr Kapazitäten, um Menschen in Not zu helfen als sicherer Hafen,“ beteuerte er. Susanne Eichler, Mitarbeiterin bei der Volkshochschule für politische und kulturelle Bildung, wünschte sich mehr Zivilcourage bei diskriminierenden Äußerungen in Münsters öffentlichem Raum, „ob im Bus oder sonst wo“.

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