Kneipen-Geburtstag in Münsters Altstadt
Der Gorilla ist volljährig geworden

Münster -

Längst ist sie eine Institution auf der Jüdefelderstraße in Münsters Kuhviertel. Jetzt gab es in der „Gorilla Bar“ einen besonderen Grund anzustoßen.

Montag, 30.09.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 18:36 Uhr
Bekannt wie bunte Hunde in Münsters Kneipenszene: Bernd Redeker (l.) und Reiner Schlag von der „Gorilla Bar“
Bekannt wie bunte Hunde in Münsters Kneipenszene: Bernd Redeker (l.) und Reiner Schlag von der „Gorilla Bar“ Foto: Dirk Anger

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Seit 18 Jahren laden Bernd Redeker (l.) und Reiner Schlag in die „Gorilla Bar“ in der Jüdefelderstraße ein. Am Wochenende wurde die „Volljährigkeit“ mit Stammgästen und Freunden gefeiert.

2001 hatten die Gastronomen die Lokalität übernommen, nachdem der damalige „Schluckspecht“ nach 14 Jahren seine Pforten geschlossen hatte. „Mit einer Baustellen-Party im Blaumann haben wir angefangen“, erinnert sich Redeker an das erste Wochenende der „Gorilla Bar“.

„Heftiger Cocktail“ als Namensgeber

Zusammen mit Reiner Schlag hatte er zuvor in der benachbarten „Destille“ gearbeitet, ehe sich die Gelegenheit für einen eigenen Laden bot. Bei der Namenssuche stand damals ein „heftiger Cocktail“ – Gorilla genannt – Pate, erzählt Redeker.

Der steht übrigens heute noch auf der Karte. Auch sonst dreht sich einiges um den Gorilla – nicht nur weil der die Wände ziert. 2013 übernahmen die Bar-Betreiber nämlich die Patenschaft für den Zoo-Gorilla „Demba“.

Seitdem findet jährlich zu dessen Geburtstag eine Patenparty in der „Gorilla Bar“ statt, wobei dann regelmäßig Prominente hinter dem Zapfhahn stehen und schon einige Tausend Euro an Spenden zusammengekommen sind.

Vom Waschsalon zur Dauer-Gastronomie

In der Bar ist übrigens vor 1970 ein Waschsalon gewesen, wie „Berni“ Redeker herausgefunden hat. Später machte an dieser Stelle die legendäre „Walnuss“ auf. „In 50 Jahren sind wir hier der dritte Gastronomie-Betrieb“, freut sich Redeker über diese Kontinuität im Nachtleben der Stadt.

In der Szene sind die beiden Bar-Betreiber natürlich hinlänglich bekannt. Während Redeker noch bei Oktoberfest und Hafenarena maßgeblich die Fäden in der Hand hält, ist sein Kompagnon Schlag als freier Künstler, Grafiker und Musiker („Die Konten“) aktiv.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6969878?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Nachrichten-Ticker