Neuer Kantor ins Amt eingeführt
Musik als Zeichen der Hoffnung

Münster -

Der neue Kantor des Evangelischen Kirchenkreises, Konrad Paul, ist am Sonntag feierlich in sein Amt eingeführt worden. Der 40-Jährige ist bereits seit April im Dienst.

Sonntag, 13.10.2019, 19:29 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 12:28 Uhr
Konrad Paul (M.) ist neuer Kreiskantor und dirigierte am Sonntag im Beisein von Superintendent Ulf Schlien (l.) und Heinrich Kandzi, Pfarrer der Apostelkirchengemeinde, ein Chorkonzert.
Konrad Paul (M.) ist neuer Kreiskantor und dirigierte am Sonntag im Beisein von Superintendent Ulf Schlien (l.) und Heinrich Kandzi, Pfarrer der Apostelkirchengemeinde, ein Chorkonzert. Foto: Walter

Da sang die Kantorei der Apostelkirche von der Empore, der altersoffene Chor Münster von ganz vorne und das Kammerorchester spielte vor dem Altar: Alle abwechselnd dirigiert von dem neuen Kantor der Apostelkirche und Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Münster: Konrad Paul .

In seiner feierlichen Einführung am Sonntag in der Apostelkirche wirbelte Paul geradezu durch die Kirche und zeigte sich in seinem Element: der geistlichen Musik.

„Als Kreiskantor ist man eben nicht nur Musiker, sondern auch Manager“, sagt der 40-Jährige, der bereits seit April im Dienst ist.

Nach 13 Jahren als Kreiskantor in Oberhausen war er nach Münster gewechselt, um hier gleich mit der Probenarbeit zu beginnen. Und die hat sich hörbar gelohnt, wie Gottesdienstbesucher bestaunen konnten. Werke von Joseph Haydn, Rheinberger oder Benjamin Britten schallten durch die Kirche.

Doch dürfen Besucher bald auch modernere Poplieder bestaunen? „Ja“ meint Paul, „aber nur, wenn sie gut sind“.

Paul löst Klaus Vetter ab, jahrzehntelanger Kreiskantor und Kirchenmusikdirektor. Er hofft nach eigenen Angaben besonders darauf, mit seiner Musik, diejenigen zu erreichen, „die den Zugang zur Kirche größtenteils verloren haben.“

Ernstere Töne schlug Ulf Schlien, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, in seiner Predigt an, als er unter anderem den rechtsextremen Anschlag in Halle und den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien verurteilte. In einer Zeit, in der „der Ton in unserer Gesellschaft immer rauer, ausgrenzender und menschenverachtender wird“, so Schlien, sei die Musik ein „Zeichen der Hoffnung, das Menschen aufrichten kann.“

Kantor Paul schickte er mit den Worten „Ich bin mir sicher, mit ihrer Musik, ihrer Arbeit, ihren Gaben und ihrem Talent werden sie der Spur unseres Evangeliums folgen“ auf den neuen Weg.

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