IHK zeichnet Westfalen AG aus
Auslandsaufenthalte machen die Ausbildung attraktiv

Münster -

Schon seit einigen Jahren haben Auszubildende der Westfalen AG die Möglichkeit, mehrere Wochen im Ausland zu verbringen. Für dieses Angebot ist das Unternehmen jetzt von der IHK ausgezeichnet worden.

Montag, 14.10.2019, 18:00 Uhr
Die Westfalen AG wurde von der IHK für die Qualifizierung von Auszubildenden im Ausland ausgezeichnet (v.l.): IHK-Mobilitätsberaterin Nadine Rosell, Auszubildende Charlotte Vehoff, Ausbilderin Lena Hellmich, IHK-Geschäftsbereichsleiter Carsten Taudt, IHK-Vollversammlungsmitglied Jeannine Budelmann, Auszubildende Laura Cleve und Auszubildender Julian Köster.
Die Westfalen AG wurde von der IHK für die Qualifizierung von Auszubildenden im Ausland ausgezeichnet (v.l.): IHK-Mobilitätsberaterin Nadine Rosell, Auszubildende Charlotte Vehoff, Ausbilderin Lena Hellmich, IHK-Geschäftsbereichsleiter Carsten Taudt, IHK-Vollversammlungsmitglied Jeannine Budelmann, Auszubildende Laura Cleve und Auszubildender Julian Köster. Foto: kal

Laura Cleve ist aus Irland zurück, an der Westküste hat sie drei Wochen bei einem Kunstrasenunternehmen gearbeitet, einen Sprachkurs absolviert und viele neue Kontakte geknüpft. Charlotte Vehoff hat es im Sommer nach Dublin gezogen, ihr Schreibtisch stand bei der irischen Niederlassung eines IT-Unternehmens aus Singapur. Auch Julian Köster war für ein paar Wochen in Dublin. Dort hat er bei einem Unternehmen gearbeitet, das die größte Lebensmittelkette des Landes mit Lebensmitteln versorgt.

Was die drei verbindet: Sie machen aktuell eine Ausbildung bei der Westfalen AG in Münster. Seit 2015 schickt das Unternehmen Auszubildende zum Lernen in Betriebe in Irland und England. Das sei beispielhaft, lobt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen – und hat daher die Westfalen AG stellvertretend für Ausbildungsbetriebe in Münster, die ihren Nachwuchskräften einen Auslandsaufenthalt ermöglichen, ausgezeichnet.

„Auslandsaufenthalte machen eine Ausbildung attraktiver“, betont Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK. Zudem profitierten sowohl Auszubildende als auch deren Arbeitgeber von solchen in der Regel mehrere Wochen dauernden Aufenthalten. „Es gibt Bewerber, die gezielt danach fragen, ob wir Auslandsaufenthalte ermöglichen“, berichtet Lena Hellmich, Leiterin Ausbildung bei der Westfalen AG. Das Unternehmen sichere sich so nicht zuletzt Vorteile im Wettstreit um gute Schulabgänger. Mehr noch: „Die Auszubildenden werben im Ausland als Botschafter der betrieblichen Aus- und Weiterbildung für den Standort Deutschland“, ist Nadine Rosell, Mobilitätsberaterin bei der IHK, überzeugt.

Rund sechs Prozent der Ausbildenden absolvieren bundesweit ein Auslandspraktikum. Ziel sei es, dass schon bald mindestens zehn Prozent der Azubis für ein paar Wochen ins Ausland gehen, so Taudt. Die IHK sei dabei gerne behilflich, sie verfüge über viele Kontakte, betont Nadine Rosell – auch zu Einrichtungen und Stiftungen, die solche Auslandsaufenthalte mitfinanzieren. Ein Großteil der Mittel komme aktuell aus dem Erasmus-Plus-Programm der Europäischen Union.

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