CDU Münster wählt neuen Parteichef
Wendland und Homann gehören zu Graus Team

Münster -

Münsters früherer Karnevalsprinz Hendrik Grau will neuer Parteichef der CDU Münster werden. Am Dienstag wird gewählt, Bundestagsabgeordnete Sybille Benning verzichtet auf eine zweite Wahlperiode als Vorsitzende. Im Vorstandsteam von Grau gibt es Überraschungen.

Sonntag, 27.10.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 27.10.2019, 09:30 Uhr
Hendrik Grau will Chef der CDU Münster werden.
Hendrik Grau will Chef der CDU Münster werden. Foto: privat

Münsters CDU wählt am Dienstag (29. Oktober) eine neue Parteispitze. Die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning, seit zwei Jahren Parteichefin, will nicht erneut kandidieren, wie sie im geschäftsführenden Vorstand mitgeteilt hatte. Überraschend kommt das nicht, zuletzt hatte es parteiinternen Gegenwind im Zusammenhang mit der Debatte um Mandatsträger-Abgaben gegeben.

Bewerbungen gibt es viele für einen CDU-Vorstandsposten, allerdings nur für die Beisitzerpositionen. Für den CDU-Kreisvorsitz hat bislang nur der selbstständige Unternehmer Hendrik Grau (46) seinen Hut in den Ring geworfen. Mögliche Gegenkandidaten können noch am Dienstagabend ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklären.

Überraschendes Team

Grau, bisheriger Schatzmeister der CDU, tritt mit einem Team an, das sich einen gemeinsamen Wahlerfolg bei der Kommunalwahl 2020 auf die Fahnen geschrieben habe. Bei den Kandidaten überrascht vor allem der Name des selbstständigen Immobilienunternehmers Bernard Homann , der bei einer Wahl Graus neuer Partei-Schatzmeister werden möchte. Grau und Homann waren beide Karnevalsprinzen der Stadt.

Um die drei stellvertretenden Vorsitzendenpositionen bewerben sich die CDU-Landtagsabgeordnete Simone Wendland (Rechtsanwältin), Teresa Küppers (Sozialarbeiterin) und Tobias Jainta (Angestellter), der bereits Mitglied des geschäftsführenden Kreisvorstandes ist. Der Landwirt Hugo Hölken und der Student Matthias Lehmann aus dem Vorstand der Jungen Union sollen im Vorstand Beauftragte für besondere Aufgaben sein.

Grau nennt Ziele

Weniger als ein Jahr vor der Kommunalwahl nennt Grau in einem Schreiben an die Mitglieder die Ziele. Die CDU solle stärkste Partei werden und möglichst viele Wahlkreise direkt gewinnen. „Wenn Münster die Stadt bleiben soll, die um ihre Lebensqualität und Attraktivität bundesweit beneidet wird, muss das Ergebnis am 13. September 2020 so sein, dass gegen die CDU keine stabile Mehrheit organisiert werden kann“, so Grau.

Sein Rezept: „Wir brauchen ein überzeugendes Tableau engagierter Kandidaten, ein Wahlprogramm, das uns für möglichst viele Münsteraner wählbar macht, und eine attraktive Kampagne.“ Der Kommunalwahlkampf 2020 werde digitaler geführt als alle anderen Kampagnen zuvor, so Grau.

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