Hafen-Markt
Baustopp bedroht 150 Coworking-Plätze

Münster -

Eigentlich hätte Münsters wohl bisher größter „Coworking-Space“ ab November auf 1600 Quadratmetern insgesamt etwa 150 Arbeitsplätze im Hafenviertel bieten sollen. Doch der Baustopp für den Hafen-Markt bremste das Vorhaben laut Pressemitteilung aus. Jetzt drohe das Unternehmen abzuwandern.

Sonntag, 10.11.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 12.11.2019, 14:18 Uhr
Bieten am Hafenweg Event- und Büroflächen für Kreative und Unternehmen: Geschäftsführerin Katrin Behrsing (l.) und Standortleiterin Sara Tersteeg (2.v.r.) vom münsterischen Coworking-Space Harbourside.
Bieten am Hafenweg Event- und Büroflächen für Kreative und Unternehmen: Geschäftsführerin Katrin Behrsing (l.) und Standortleiterin Sara Tersteeg (2.v.r.) vom münsterischen Coworking-Space Harbourside. Foto: Peter Leßmann

Eigentlich hätte Münsters wohl bisher größter „Coworking-Space“ ab November auf 1600 Quadratmetern insgesamt etwa 150 Arbeitsplätze im begehrten Hafenviertel bieten sollen. Doch der Baustopp für den Hafen-Markt des Investors Lutz Stroetmann bremste die Unternehmerin Katrin Behrsing und ihr Harbour­side-Team aus. Behrsing verlagert derweil ihre Aktivitäten, und treibt laut Pressemitteilung der Hafen-Markt-Investoren neue Standorte in Düsseldorf und Bremen voran. Vielleicht müsse die junge Unternehmerin sogar das Hauptquartier der wachsenden Unternehmensgruppe an den Rhein oder die Weser verlagern.

„Wir platzen aus allen Nähten, und unsere Kunden warten auf die größere Fläche“, berichtet Behrsing. Seit 2016 betreibt die gebürtige Berlinerin am Kreativkai auf 734 Quadratmetern die Harbourside. Hier bietet das Team „Coworking-Spaces“, Räume für Unternehmen und Events an. „Coworking-Spaces boomen weltweit“, berichtet Behrsing. Kreative Freelancer, aber auch Unternehmen auf der Suche nach kreativen Impulsen suchen die wuseligen Gemeinschaftsbüros, auf denen es neben Schreibtischen auch Yogaräume, Eventflächen und andere Angebote gibt.

Kreatives Umfeld gesucht

Behrsing hat in Münster lange nach einer großen Fläche gesucht. „Weil wir unseren Kunden mittlerweile eine Fülle von Dienstleistungen – von Wäscheservice bis Wellness – anbieten, brauchen wir mindestens 1500 Quadratmeter“, berichtet Standortleiterin Sara Tersteeg. Die sind in Münster kaum zu finden – in zentraler Lage gibt es gar keine Flächen dieser Größe. „Unsere Kunden suchen zentrale und vor allem kreative Umfelder. Unser Geschäftsmodell funktioniert auf keinen Fall draußen im Gewerbegebiet“, erläutert Behrsing.

Das kreative Umfeld bietet aktuell in Münster vor allem das Hafenviertel. „Der Mietvertrag war längst unterschrieben, wir haben das Team vergrößert und uns auf den Umzug vorbereitet“, so Behrsing. Jetzt hofft sie auf die baldige Wiederaufnahme der Baustelle, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wenn aus dem Projekt nichts wird, werden wir auch das Hauptquartier der Unternehmensgruppe verlagern müssen“, bedauert die Gründerin.

Hafencenter - Chronologie eines umstrittenen Projekts

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  • So sah es am Hansaring 2016 noch aus: Das alte Postgebäude stand noch. An seiner Stelle sollte ein Einkaufszentrum entstehen.

    Foto: Oliver Werner
  • Nach dem Abriss ist Blick vom Hansaring auf die Osmohallen freigegeben.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Für einen Paukenschlag sorgte das Oberverwaltungsgericht Münster im April 2018: Es kippte den Bebauungsplan für das Hafencenter-Gelände.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Bagger rollten trotzdem an.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Da die Stadt die Baugenehmigung für das Hafencenter nicht zurückzog, konnten die Bauarbeiten weitergehen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Sommer 2018 wurde die Bodenplatte für das Einkaufszentrum fertig.

    Foto: Oliver Werner
  • Am 1. Februar stoppte das OVG Münster dann die Bauarbeiten, indem es die aufschiebende Wirkung der Klage gegen die Baugenehmigung bestätigte.

    Foto: Matthias Ahlke
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