Sinfonieorchester und Musikschule feiern
Deutliche Worte zum Musik-Campus beim Festkonzert

Münster -

In diesem Jahr feiern Sinfonieorchester, Musikhochschule und Musikschule bekanntlich gemeinsam 100. Geburtstag. Beim Festkonzert im Theater waren neben Spitzenmusik aber auch Appelle zu vernehmen, die die Zukunft betrafen. Oberbürgermeister und NRW-Kulturministerin legten sich in ihren Grußworten unüberhörbar für den Musik-Campus ins Zeug.

Sonntag, 10.11.2019, 20:00 Uhr
Ein Klangparcours führte durch den „Bauch“ des Theaters. Hier wurde auch, optisch reizvoll, vor einer Spiegelwand musiziert.
Ein Klangparcours führte durch den „Bauch“ des Theaters. Hier wurde auch, optisch reizvoll, vor einer Spiegelwand musiziert. Foto: Oliver Berg

„Wir sollten nicht zu anderen Städten gucken, wir wollen es besser machen!“ Oberbürgermeister Markus Lewe hatte bei seinem Grußwort zum Festkonzert im Theater die wichtigsten Argumente zur Hand, um noch einmal die Bedeutung des geplanten Musik-Campus herauszustreichen.

Beim „Klangparcours“, dem mittleren Teil der Auftragskomposition Daniel Otts für Sinfonieorchester, Musikhochschule und Musikschule, hatten sich bereits Musiker aller drei Institutionen in den Fluren und Proberäumen des Theaters verteilt, um mit der Komposition des Schweizers auf die aus Lautsprechern tönenden Münster-Klänge zu reagieren.

Gala-Konzert zum Beginn der Festwoche „Münster Musik“

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  • Mit einem Sternmarsch, Aktionen in den Katakomben des Theaters und einem Gala-Konzert...

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  • ...feierten Münsters-Musikinstitutionen Musischule, Musikhochschule und Sinfonieorchester im Theater Münster ihren 100. Geburtstag.

    Foto: Oliver Berg
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Und am Ende des Abends spielten sie gemeinsam Gershwins „Rhapsody in Blue“ und, programmatisch passend zur Campus-Idee, die „Akademische Festouvertüre“ von Johannes Brahms.

Lewe erinnerte daran, dass vor 100 Jahren, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, die Menschen mit dem Gedanken „Das wollen wir nicht mehr“ der Kultur und dem Musizieren einen wichtigen Stellenwert zur Verständigung einräumten.

„Irgendwann ist es dann auch genug!“

An diesen Gedanken knüpfte auch Isabel Pfeiffer-Poensgen an. Die NRW-Kulturministerin war eigens zum Festkonzert nach Münster gekommen und betonte in ihrem Grußwort: „Musik bietet den Raum für vielfältige Begegnung“, etwa von Profis und Laien.

Sie freue sich über das gesetzte Ziel des Festjahres „Münster Musik“ und sieht als schlagendes Argument für deren Zusammenführung an einem Ort: „Dass sich das Haus ganztägig mit Leben füllt, kann wegweisend sein.“

Wenn Stadt und Universität ihre Kräfte bündelten, werde das ein Signal für die ganze Stadt sein. Und so wichtig sie auch die Debatte über den richtigen Standort fände, fügte sie schmunzelnd hinzu, sei sie doch der Meinung: „Irgendwann ist es dann auch genug!“

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