Briefmarkensammler in der Stadthalle Hiltrup
Großtauschtag: Die Nachfrage blieb gering

Münster-HIltrup -

Zum ersten Mal seit 15 Jahren organisierte der Briefmarkensammlerverein Münster eine Versteigerung. Das Angebot war hochkarätig, die Nachfrage eher zurückhaltend.

Mittwoch, 27.11.2019, 11:00 Uhr
Der BSV-Vorsitzende Rolf Janssen sowie die Beisitzer Michael Breilmann und Andrea Weil boten bei der Aktion über 500 Objekte an. Neben einzelnen Briefmarken versteigerten sie auch ganze Sammlungen und Postkarten.
Der BSV-Vorsitzende Rolf Janssen sowie die Beisitzer Michael Breilmann und Andrea Weil boten bei der Aktion über 500 Objekte an. Neben einzelnen Briefmarken versteigerten sie auch ganze Sammlungen und Postkarten. Foto: Julian Alexander Fischer

Wenn der Briefmarkensammlerverein Münster zum Briefmarkengroßtauschtag einlädt, dann wird begutachtet, verhandelt und gekauft. Nur getauscht wird kaum noch. Folgerichtig stand in diesem Jahr eine Versteigerung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Rund 130 Interessierte kamen dazu in die Stadthalle Hiltrup.

„Der Tag ist eine Börse für Sammler, bei der sie hauptsächlich neue Objekte kaufen. Deswegen kommen auch Händler aus ganz Nordwestdeutschland hierher“, erklärt Rolf Janssen , der Vorsitzende des Briefmarkensammlervereins. Der Verein selbst hatte einige Objekte anzubieten und veranstaltete erstmals seit 15 Jahren wieder eine Auktion. Versteigert wurden neben Briefmarken auch Postkarten, Briefe und Münzen aus dem Besitz der Vereinsmitglieder. 506 Posten konnten die Sammelfreunde bereitstellen. Darunter waren auch einige sehr wertvolle Objekte wie die komplette Sammlung der Bundesrepublik von 1949 bis 2000 – oder Spezialitäten aus der ehemaligen Sowjetzone.

35 Mitbieter konkurrierten schließlich, um neue Schätze für ihre Sammlung zu ersteigern. Zu wirklich spannenden Geboten kam es aber kaum, zu selten gab es konkurrierende Interessen. Allerdings war auch die generelle Nachfrage der Bieter an den Objekten nicht sehr hoch. Lediglich ein Viertel der angebotenen Posten fand am Ende einen neuen Besitzer. „Es ist fragwürdig, ob die Auktion finanziell ein Erfolg war. Viele Spezialitäten sind unverkauft geblieben. Auf den wirklich wertvollen Sachen sind wir sitzengeblieben“, resümierte Janssen. So blieben die meisten Gebote im einstelligen Eurobereich, das höchste Gebot an diesem Tag belief sich auf 66 Euro.

Dennoch sei er mit der Auktion zufrieden: „Es war ja die Premiere, und ich bin froh, dass alles organisatorisch glatt lief. Nun müssen wir schauen, ob wir die Auktion nächstes Jahr wiederholen – dann aber mit der Erwartung, dass deutlich mehr Leute kommen.“

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