Premiere für „Veganen Wintermarkt“ in der Sputnikhalle
Ganz untierische Feststimmung

Münster -

Für viele Menschen gehören der Weihnachtsbraten oder die Weihnachtsgans zum Fest wie Krippe und Bescherung. Dass es auch vegane Alternativen zu diesen Traditionen gibt, zeigte der erste „Vegane Wintermarkt“ am Sonntag in der Sputnikhalle. Viele Besucher kamen, um „einfach mal etwas anderes“ zu entdecken.

Sonntag, 15.12.2019, 21:00 Uhr
Bei der ersten Auflage des veganen Wintermarktes in der Sputnikhalle herrschte schon zur Eröffnung großes Gedränge. Viele Gäste informierten sich auch über alternative Ernährung.
Bei der ersten Auflage des veganen Wintermarktes in der Sputnikhalle herrschte schon zur Eröffnung großes Gedränge. Viele Gäste informierten sich auch über alternative Ernährung. Foto: Claus Röttig

Es war eine Premiere, wie sie sich Dr. Daniel Lau nur wünschen konnte: Denn bereits zur Eröffnung des ersten „Veganen Wintermarktes“ in der Sputnikhalle strömten die Besucher mehr als zahlreich auf den Haverkamp. „Es ist einfach mal etwas anderes“, meinte einer der Besucher, noch bevor er sich überhaupt einen Überblick über die 23 Stände verschaffen konnte.

Die Grundidee des Weihnachtsmarktes ist nicht neu, wie Lau, der Sprecher des Wintermarkt-Teams, erklärte. „So etwas gibt es beispielsweise schon in Bremen und wird dort mit großem Erfolg durchgeführt.“

Man möchte mit dem Wintermarkt gleich verschiedene Bereiche abdecken: „Zum einen geht es natürlich um die Tierrechte – und wie diese von den Menschen oft missachtet werden.“ Daher seien beispielsweise auch Gruppen wie „Ärzte gegen Tierversuche“ oder der Hagelhof, ein Gnadenhof, vertreten.

„Natürlich wollen wir mit unserem Gastronomie-Angebot auch zeigen, was man alles im veganen Bereich vorweisen kann.“ Das reiche von süß bis herzhaft, vom Kuchen bis zur Alternative zum Weihnachtsbraten. „Es gibt sogar vegetarisches Gulasch.“

Das dritte Standbein der vielen Mitstreiter, die sich durch ihr Engagement in verschiedenen veganen Gruppen kennengelernt haben, seien die Verkaufsstände. „Man kann mittlerweile auch Schuhe bekommen, die vegan sind – und man erkennt keinen Unterschied.“

Erster „Veganer Wintermarkt“ in der Sputnikhalle am 15. Dezember 2019

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Während die einen sich noch draußen mit Glühwein oder am vegetarischen Foodtruck aufwärmten, ging es in der Sputnikhalle ganz handfest zur Sache. Miriam Schneiders ist eine der Besucherinnen, die sich besonders für die veganen Schuhe interessiert. „Mir war schon lange, bevor ich mich für die vegane Lebensweise entschieden habe, der Umgang mit den Tieren ein Dorn im Auge.“ Es sei ihr immer ungerecht vorgekommen, Tiere einfach als Ware anzusehen. „Das wollte ich nicht mehr mittragen.“

Doch Lau hat sich nicht auf die Fahnen geschrieben, Menschen zur veganen Lebensweise zu missionieren. „Jede einseitige Ernährung ist ungesund: Wenn ich den ganzen Tag nur Möhren esse, ist das auch ungesund.“

Auch der Titel Wintermarkt wurde von den Organisatoren bewusst gewählt. „Es ist ein bisschen religionskritisch: Denn auch in der Kirche gibt es Ausbeutung von Tieren.“ Das gehe von den Opfertieren bis zur traditionellen Weihnachtsgans. „Aber vielleicht bringen wir die Menschen doch ein wenig zum Nachdenken.“

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