Nach 35 Jahren
Einrichtungshaus Sensá schließt seine Pforten

Münster -

Nach 35 Jahren schließt das Einrichtungshaus Sensá am Freitag an der Weseler Straße seine Pforten. Das markante Gebäude ist bereits verkauft worden.

Dienstag, 17.12.2019, 19:00 Uhr
Ohrensessel sind ihr Markenzeichen. Nach 35 Jahren schließen Jutta und Rudolf Keuthen das Möbelhaus Sensá an der Weseler Straße am 20. Dezember.
Ohrensessel sind ihr Markenzeichen. Nach 35 Jahren schließen Jutta und Rudolf Keuthen das Möbelhaus Sensá an der Weseler Straße am 20. Dezember. Foto: hö

Sie haben Landlust-Träume mit gemütlichen Wohnideen wahr werden lassen. Nach 35 Jahren schließt das Einrichtungshaus Sensá am 20. Dezember an der Weseler Straße seine Pforten. Dabei verabschieden sich Jutta und Rudolf Keuthen noch nicht ganz in den Ruhestand, denn in ihrem Stoff-Outlet gegenüber an der Harkortstraße werden sie im nächsten Jahr noch erreichbar sein. Und dort wird es im Anschluss an den derzeit laufenden Räumungsverkauf auch noch vorübergehend „die Ohrensessel und Esstischsofas geben, die zu unserem Markenzeichen geworden sind“, so das Unternehmerpaar.

Das markante Gebäude mit den tief gezogenen roten Dächern und seinen derzeit 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche sei verkauft; der neue Besitzer werde anschließend umfangreich umbauen. Voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres sollen hier wieder Möbel in einem hochwertigen Segment präsentiert werden – „allerdings mit anderer Konzeption“, kündigt Rudolf Keuthen an.

Stammkunden aus ganz NRW

In der Zwischenzeit entsteht eine Angebotslücke. Denn Sensá ist nach der Schließung von Rincklake van Endert im vergangenen Jahr das letzte größere hochwertige Einrichtungshaus mit Komplettsortiment in Münster, so Rudolf Keuthen, das über die Möbel hinaus auch ein Beratungspaket zur gesamten Innenausstattung biete – vom Bodenbelag bis zu den passenden Vorhängen.

Traurig über die Schließung sind vor allem die vielen Stammkunden. Die kommen nicht nur aus Münster und dem Münsterland, sondern aus ganz NRW, erzählen die Unternehmer. An dem Erfolg habe die Zeitschrift Landlust einen nicht unwesentlichen Anteil, blickt Jutta Keuthen zurück. „Als vor rund 15 Jahren dort ein Artikel über uns erschien, stand das Telefon nicht mehr still.“ Eine Geschäftsverbindung, die bis heute gepflegt werde.

Einfach fällt dem Unternehmerpaar „nach 35 Jahren gelebter Leidenschaft für das besondere Wohnen“ der Abschied nicht. Auch wegen der starken Bindung zu den langjährigen Mitarbeitern, wie sie sagen. „Zum Glück haben alle 20 Mitarbeiter eine neue Beschäftigung gefunden oder gehen altersbedingt in Rente.“

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