Geschäftsleute planen für 2020
Das Kreuzviertel setzt auf Individualität

Münster -

Die Kreuzviertler Geschäftsleute haben bereits mit ihren Planungen für 2020 begonnen. Offizieller Auftakt ins neue Jahr ist der Neujahrsempfang, zu dem sie an diesem Freitag ins Pfarrheim von Heilig Kreuz einladen.

Dienstag, 07.01.2020, 22:00 Uhr
Blicken zuversichtlich ins neue Jahr: (v.l.) Wolfgang Halberscheidt, Peter Hellbrügge-Dierks, Joachim Pues und Eva-Maria Husemeyer von den Kreuzviertler Geschäftsleuten.
Blicken zuversichtlich ins neue Jahr: (v.l.) Wolfgang Halberscheidt, Peter Hellbrügge-Dierks, Joachim Pues und Eva-Maria Husemeyer von den Kreuzviertler Geschäftsleuten. Foto: kal

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, da laufen bei den Kreuzviertler Geschäftsleuten bereits die Planungen für 2020 auf Hochtouren. Noch stärker wollen sie auf die Individualität der Gewerbetreibenden und deren Produkte hinweisen – und natürlich auch wieder zu beliebten Veranstaltungen einladen.

Auftakt ist bereits an diesem Freitag. Um 19 Uhr laden die Geschäftsleute zum vierten Mal zu einem Neujahrsempfang in das Pfarrheim von Heilig Kreuz ein. Mitglieder sind ebenso willkommen wie Anwohner und andere Interessierte. „Die Veranstaltung bietet eine gute Gelegenheit, untereinander Kontakte zu knüpfen“, sagt Eva-Maria Husemeyer , erste Vorsitzende des Vereins.

Vorbereitungen für Kreuzviertelfest  laufen

Der nächste Termin folgt am 20. März. An diesem Tag findet in der Kreuzkirche eine musikalisch-literarische Benefiz-Veranstaltung statt. Veranstalter ist die Kirchengemeinde, die Geschäftsleute unterstützen den Abend. Der bekannte Schauspieler August Zirner (Stimme und Querflöte) und der Musiker Kai Struwe (Kontrabass) präsentieren den „Kleinen Prinzen“. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. „Der Abend soll ein Geschenk an den Stadtteil und seine Bewohner sein“, sagt Vereins-Mitglied Wolfgang Halberscheidt.

Das Kreuzviertel im Porträt

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  • Nördlich der Promenade erstreckt sich das Kreuzviertel. Am Kreuztor befindet sich dort die Terflotsche Villa – im Volksmund auch „Zuckervilla“ genannt. 1932 hatte die Stadt die Immobilie der Familie Terfloth, die unter anderem mit Zucker handelte, erworben. Der letzte Besitzerwechsel fand 2019 statt. 7,45 Millionen Euro sah das Exposé anfangs als Kaufpreis vor, für satte 780 Quadratmeter Wohnfläche.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Insgesamt ist das Wohnen im Kreuzviertel eher hochpreisig. Das Viertel ist vor allem für seine hübschen alten Wohngebäude rund um die namensgebende Heilig-Kreuz-Kirche bekannt.

    Foto: Peter Sauer
  • Hektisches Großstadtleben sieht anders aus: In der Uppenbergstraße ist es eher beschaulich.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Jedes Jahr ein beliebtes Fotomotiv: die Kirschblüte in der Schulstraße.

    Foto: Oliver Werner
  • Das Schlosstheater wertet die Infrastruktur im Kreuzviertel auf. Das Kino heimst für sein Programm regelmäßig Förderpreise ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Hier gibt es auch noch den klassischen Viertelkiosk für die Nahversorgung und den Plausch zwischendurch.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der besondere Reiz des Viertels liegt in der familiären Atmosphäre, die sich auch in der gemütlichen Außengastronomie spiegelt – hier bei einer Auszeit in der Sonne vor dem Café Hase an der Studtstraße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das Kreuzviertel-Fest ist jedes Jahr ein beliebter Treffpunkt – nicht nur für die Bewohner.

    Foto: Oliver Werner
  • Drei Tage lang herrscht dann rund um die Kreuz-Kirche ausgelassene Feierstimmung.

    Foto: Matthias Ahlke

Natürlich wird es auch 2020 wieder ein Kreuzviertelfest geben, und zwar am 22. und 23. August. „Also nach den Sommerferien“, sagt die Vorsitzende, „das ist ein gutes Wochenende.“ Die Vorbereitungen laufen bereits, am Konzept werde sich nichts Grundlegendes ändern. Auch die „Lounge“ soll es wieder geben.

Wünsche & Hoffnungen der Geschäftsleute

Bei ihren Aktionen wollen die Geschäftsleute auch in diesem Jahr hervorheben, wie individuell die Handelslandschaft im Quartier aufgestellt ist. Zugleich hoffen sie, dass diese Individualität mit Blick auf die seit Jahren steigenden Mieten erhalten bleibt. „Sie dürfen nichts ins Horrende wachsen“, warnt Husemeyer. „Ein Geschäftsmann mit ein oder zwei Angestellten kann sie sonst nicht mehr stemmen.“

Was erwarten die Vorstandsmitglieder für das Jahrzehnt bis 2030? „Dass Straßen und Bürgersteige freier werden“, sagt Joachim Pues. „Dass die Attraktivität des Kreuzviertels erhalten bleibt“, hofft Eva-Maria Husemeyer. „Tradition ist doch nett.“ „Dass der Individualverkehr zurückgeht und der öffentliche Personennahverkehr noch attraktiver wird“, sagt Peter Hellbrügge-Dierks.

Hohe Zufriedenheit in allen Gassen

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