Patenschaft einer Lufthansa-Maschine
„Münster“ fliegt seit 55 Jahren

Münster -

Ein Lufthansa-Airbus A320-200 trägt den Namen „Münster“ auf seiner Außenwand – und trägt ihn so zu den großen Drehkreuzen der Welt.

Samstag, 11.01.2020, 17:00 Uhr
Der Lufthansa-Airbus A320-200 mit dem Namen „Münster“ ist heute am Drehkreuz München stationiert. Die Maschine ist im europäischen Streckennetz der Lufthansa unterwegs – unter anderem in Athen, Barcelona, Zürich und Rom.
Der Lufthansa-Airbus A320-200 mit dem Namen „Münster“ ist heute am Drehkreuz München stationiert. Die Maschine ist im europäischen Streckennetz der Lufthansa unterwegs – unter anderem in Athen, Barcelona, Zürich und Rom. Foto: Ingrid Friedl / Lufthansa

Die Stadt Münster hat nicht nur einen Flughafen, der ihren Namen trägt, sondern auch ein großes Passagierflugzeug – heute einen Lufthansa-Airbus A320-200. Die Patenschaft wird in diesem Jahr 55 Jahre alt. 1965 wurde diese Patenschaft zwischen Stadtvertretern und der Lufthansa feierlich besiegelt, um die „Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte in die Regionen zu tragen, aus denen ein Großteil der Lufthansa-Passagiere und Mitarbeiter kommt“, erklärt Lufthansa-Sprecher Jörg Waber.

Doch nach 55 Jahren hat sich das Streckennetz beträchtlich erweitert. Der A320-200 mit dem Namen Münster ist laut Waber am Drehkreuz in München stationiert und im europäischen Streckennetz unterwegs – unter anderem in Athen, Barcelona, Zürich und Rom. Der Flughafen Münster/Osnabrück stehe leider nicht auf dem festen Einsatzplan der Maschine.

Der Airbus A320 mit 168 Sitzplätzen und einer Länge von fast 38 Metern sei seit langem ein fester Bestandteil der Lufthansa-Flotte. „Als erster Jet mit Fly-by-wire-Technologie, der elektronischen Flugzeugsteuerung, war er eine Revolution“, schwärmt Waber. Der Computer stelle die Steuerklappen entsprechend ein und kontrolliere selbstständig die gewählte Flugbahn – eine Erleichterung für die Piloten und ein Plus an Sicherheit. Die Lufthansa-Group beheimate derzeit knapp 80 Flugzeuge des Modells A320-200.

Heute ist es natürlich nicht mehr die 1965 getaufte Maschine, sondern bereits das vierte Münster-Flugzeug. Einmal in den Kreis der Patenstädte aufgenommen, gehe der Name auf ein neues Flugzeug über, wenn die ursprünglich getaufte Maschine aus der Lufthansa-Flotte ausscheide. Derzeit fliege die Münster unter der Kennung „D-AIPH“.

Dass eine solche Patenschaft auch heute noch ein begehrtes Gut ist, zeigt ein Blick auf die lange Warteliste, die Geduld fordert. Waber: „Derzeit liegen uns Bewerbungen von über 250 interessierten Städten vor. Die Wartezeit kann aufgrund der großen Nachfrage zwischen zehn und 15 Jahren betragen. Der Name am Rumpf einer Lufthansa-Maschine bleibt ein erstrebenswertes Symbol.“

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