Neue Ampelschaltung
Mehr Sicherheit für Radfahrer

Münster -

An der Einmündung der Boeselagerstraße in die Weseler Straße hatte es wiederholt Unfälle mit verletzten Radfahrern gegeben. Die Stadt will den Gefahrenpunkt nun entschärfen.

Samstag, 11.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 19:10 Uhr
An der Einmündung der Boeselagerstraße in die Weseler Straße soll der Verkehr für Radfahrer sicherer werden. Die Ampelschaltung wird nun geändert.
An der Einmündung der Boeselagerstraße in die Weseler Straße soll der Verkehr für Radfahrer sicherer werden. Die Ampelschaltung wird nun geändert. Foto: Matthias Ahlke

Es wurde schon einiges unternommen, den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Nun soll an der Einmündung der Boeselagerstraße in die Weseler Straße der Radverkehr ein vom Autoverkehr getrenntes Signal erhalten. Darüber berichtet das Amt für Tiefbau und Mobilität in einer aktuellen Vorlage dem Planungsausschuss und den Bezirksvertretungen Mitte und West, mit der sich die Politik am Dienstag beschäftigt.

Die veränderte Ampelschaltung, die sowohl die Grünphase der Rad- als auch den Autofahrer verkürzt, wird aktuell eingerichtet.

In weniger als zwei Jahren, zwischen Januar 2014 und November 2016, hatten sich an der Stelle fünf Unfälle mit leicht und schwer verletzten Radfahrern ereignet. Der Grund: Die Autofahrer, die von der Boeselagerstraße nach links auf die Weseler Straße Richtung „Spinne“ einbiegen, haben gleichzeitig Grün mit den Radfahrern, die aus der Innenstadt kommen und nach rechts in die Boeselagerstraße abbiegen wollen.

Zwar wurde 2016 die Radfahrerspur auf der Fahrbahn rot markiert, ein Blinklicht und installiert, das Autofahrer warnt, und ein Hinweisschild aufgestellt. Alles hatte nicht die erwünschte Wirkung, so die Verwaltung selbstkritisch. Zwar ereigneten sich an der Stelle keine Unfälle mehr, aber es wurde wiederholt von gefährlichen Situationen bei der Begegnung von Rad- und Autofahrern berichtet. Damit Radfahrer ihre Grünphase behalten, sollen sie von einem Detektor vor der Einmündung erfasst und dann die Grünphase abgerufen werden, wie es in der Vorlage heißt.

Weil aber an dieser Stelle nur zu bestimmten Tageszeiten vermehrt Radfahrer unterwegs sind, seien durch die Verkürzung der Grünphasen keine nennenswerten Nachteile sowohl für Rad- als auch für Autofahrer zu befürchten, so die Verwaltung.

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