UN zeichnet Klostergarten der Kapuziner aus
Eine Naturoase für alle

Münster -

Der Garten des Kapuzinerklosters ist eine öffentliche Naturoase mitten in der Stadt. Das von Kapuzinern und Naturschutzbund gestaltete grüne Fleckchen Erde birgt eine besondere biologische Vielfalt. Für die Auszeichnung durch die UN gibt es aber noch weitere Gründe.

Freitag, 17.01.2020, 20:00 Uhr
Impression aus dem Klostergarten des Kapuzinerklosters, der wegen seiner biologischen Vielfalt ausgezeichnet wird.
Impression aus dem Klostergarten des Kapuzinerklosters, der wegen seiner biologischen Vielfalt ausgezeichnet wird. Foto: Stephan Orth

Der Kapuziner- Klostergarten Münster erhält eine Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Am Sonntag (2. Februar) um 17 Uhr wird Bundesumweltministerin Svenja Schulze dem Gemeinschaftsprojekt „Kapuziner Klostergarten“ die Auszeichnung in der Kapuzinerkirche verleihen. Die Auszeichnung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Dank interdisziplinärer Kooperationspartner, dem Institut für Theologische Zoologie (ITZ), dem Nabu NRW und Nabu Münster sowie „Iunctus“ von der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Münster und den Alexianer-Werkstätten konnte im Klostergarten eine Naturoase mitten in der Stadt entstehen, die allen offenstehe, heißt es in einer Pressemitteilung der Kapuziner.

Bruder Bernd Beermann, der Leiter des Kapuzinerklosters Münster, sieht in der Projekt-Auszeichnung große Chancen für die Verstetigung der 2017 mit Fördergeldern der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen begonnenen Veränderungen im Garten: der hauptsächlich ökologischen Bewirtschaftung und der Förderung der biologischen Vielfalt, etwa durch bienenfreundliche Wiesen, Nisthilfen für Vögel und Totholzecken für Insekten, Igel und andere Kleintiere. Zudem sollen weiterhin Veranstaltungen für Kommunionkinder, Jugendgruppen und Multiplikatoren angeboten werden, die durch Wissen um ökologische Zusammenhänge und konkrete Naturerfahrung für eine höhere Wertschätzung der natürlichen Mit-Welt sensibilisieren.

Die UN-Dekade zeichnet im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ Projekte aus, die sich der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen widmen. Die Auszeichnung der UN-Dekade wird für zwei Jahre verliehen.

Im Rahmen der einstündigen Preisverleihung werden Auszüge aus einer neuen Publikation der Theologen Prof. Dr. Thomas Dienberg von den Kapuzinern und Prof. Dr. Stephan Winter (PTH Münster) vorgetragen: „Mit Sorge – in Hoffnung. Zu Impulsen aus der Enzyklika ,Laudato si’ für eine Spiritualität im ökologischen Zeitalter“.

Zu den Autoren der Publikation zählen Professoren des Instituts „Iunctus“ an der PTH Münster sowie auch Dr. Klaus Töpfer (Politik), Dr. Rainer Hagencord (Institut für Theologische Zoologie) und die jüdische Theologin Dr. Deborah Williger.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7200498?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Nachrichten-Ticker