Einwohnerfrage im Rat zu Risiken des 5G-Netzes
Bürgerinitiative fordert Prüfung von 5G-Netzausbau

Münster -

„Sinnvolle Digitalisierung Münster“ nennt sich die Bürgerinitiative um Mitgründer Björn Wegner, die für mehr Bedacht beim Netzausbau kämpft. Am Mittwoch haben sich einige Mitglieder vor dem Rathaus zu einer Kundgebung versammelt, um auf die negativen Auswirkungen hinzuweisen, die der Ausbau des 5G-Netzes ihrer Meinung nach hätte.

Samstag, 15.02.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2020, 10:42 Uhr
Björn Wegner will auf Risiken von 5G aufmerksam machen.
Björn Wegner will auf Risiken von 5G aufmerksam machen. Foto: ret

„Es gibt fast 500 internationale Studien, die belegen, dass es negative Effekte durch die erhöhten elektromagnetischen Strahlenwerte gibt“, sagte Wegner . Er beschäftigt sich eigenen Angaben zufolge seit mehreren Jahren mit diesem Thema. Unter dem Titel „Kein 5G in Münster ohne Unbedenklichkeitsnachweis“ hat die Initiative eine Online-Petition durchgeführt, die von etwa 3200 Menschen bundesweit, darunter 266 aus Münster, unterstützt wurde.

Wegner sprach die Sorgen der Interessengesellschaft auch in der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung an: „Inwiefern spielen gesundheitliche, datenschutzrechtliche und ökologische Bedenken für Menschen und Natur bei den Verhandlungen über das neue Mobilfunknetz 5G in Münster eine Rolle?“ Das Ziel der Initiative sei, dass die Grenzwerte für Mobilfunkstrahlen nicht erhöht würden, da schon das bestehende Netz schädlich sei.

Zeitnaher Netzausbau in Münster

Stadtrat Matthias Peck antwortete, der Netzausbau werde zeitnah auch in Münster Einzug halten, „konkrete Ausbaupläne gibt es aber noch nicht.“ Das Bundesamt für Strahlenschutz gehe derzeit nicht von negativen gesundheitlichen Auswirkungen aus, allerdings seien dazu „nach Kenntnis der Verwaltung noch keine Langzeitstudien bekannt.“ Genau solche Tests fordert die Bürgerinitiative.

Die Ratsfraktionen sprachen sich größtenteils zwar für den 5G-Ausbau aus – äußerten allerdings auch Bedenken unter anderem bezüglich des Datenschutzes und des Stromverbrauchs, den die neue Technologie bedeuten würde.

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