Schimmelnetzwerk feiert Geburtstag
Prävention als zentrales Thema

Münster -

Beim Schimmelnetzwerk ist man sich sicher: Fast jeder hatte schon einmal mit Schimmel zu kämpfen. Schon deshalb setzt sich das Netzwerk seit mittlerweile zehn Jahren vor allem für die Prävention ein.

Montag, 17.02.2020, 12:00 Uhr
Viele Münsteraner nutzen das Angebot des Netzwerks.
Viele Münsteraner nutzen das Angebot des Netzwerks. Foto: pal

Fast jeder, so Dorothee Wißen vom Amt für Umwelt, Grünflächen und Nachhaltigkeit der Stadt, hatte schon einmal mit Schimmel zu kämpfen: „Manche kommen wegen eines halben Quadratmeters, andere wegen drei befallener Kellerwände. Wieder andere kommen, weil sie präventiv dem Schimmel entgegentreten wollen. Das ist sehr unterschiedlich.“

Ob kleinere oder größere Probleme – seit 2010 steht das Schimmelnetzwerk der Stadt Betroffenen zur Seite. Am Samstag feierten die Verantwortlichen das zehnjährige Bestehen und informierten im Stadtwerke-Cityshop an der Salzstraße über richtiges Lüften oder auch Rechtsfragen für Mieter und Vermieter. Rechtsanwälte für Bau- und Architektenrecht, Mietvereine, die Handwerkskammer, ein Umweltlabor sowie ein Hautzentrum und Ingenieursbüros wechseln sich mit Sachverständigen, Gesundheitsberatungen und Firmen zur Sanierung bei Schimmelbefall auf dem offiziellen Flyer des Netzwerkes ab.

Mit genauen Richtlinien, so Wißen, würde das Schimmelnetzwerk Qualitätssicherung für seine Kunden herstellen. 26 Firmen sind aktuell Mitglied, 2010 starteten sie mit 20: „Wir haben uns über die Jahre immer wieder verändert. Was sich nicht verändert hat, ist, dass wir unseren Kunden bei allen Fragen professionell zur Seite stehen.“

Besonders die Prävention von Schimmelbefall haben sich die Organisatoren auf die Fahne geschrieben: „Wir haben elf Tipps zum richtigen Lüften.“ So viele seien notwendig, weil „in jedem Raum anders gelüftet werden muss“, sagt Wißen. Sei es im Keller, im Badezimmer oder im Schlafraum: „Überall gibt es Besonderheiten, die bedacht werden müssen.“

Stichwort Besonderheit: Die meiste Arbeit sah das Netzwerk laut Dorothee Wißen 2014 vor sich. Nach dem schweren Unwetter im Juli hätten sie unter anderem über „sehr gute Vernetzung“ dafür gesorgt, dass weitere Trocknungsgeräte den Betroffenen für ihre Wohnungen zur Verfügung gestellt werden konnten.

Am Samstag präsentierte sich das Netzwerk selbst und vor allem seine Arbeit. „Wir wollen immer noch mehr in den Vordergrund rücken. Auch heute kommen viele, die dem Schimmel vorbeugen wollen“, erläuterte Wißen. Drei Stunden lang konnten sich die Münsteraner beraten lassen, die Verantwortlichen waren mit der Resonanz zufrieden.

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