Volle Straßencafés, Sonnenbadende am Aasee
Nicht alle gehen auf Abstand

Münster -

Nicht jeder hielt sich am Dienstag an den vorgeschriebenen Zwei-Meter-Abstand in Straßencafés. Das Ordnungsamt schickte noch am Nachmittag Teams in die Innenstadt, um einzugreifen.

Dienstag, 17.03.2020, 18:45 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 10:17 Uhr
Am Dienstagmittag genossen viele Menschen die Frühlingssonne. Nicht immer hielten sie dabei einen Abstand von zwei Metern ein.
Am Dienstagmittag genossen viele Menschen die Frühlingssonne. Nicht immer hielten sie dabei einen Abstand von zwei Metern ein. Foto: Oliver Werner

Die Botschaft des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist eindeutig: Egal, wo Menschen in diesen Tagen zusammentreffen – sie sollten einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, damit sich das Coronavirus nicht weiterverbreiten kann. Doch am Dienstag hielt sich in Münster längst nicht jeder an diese Vorgabe.

In Straßencafés saßen Münsteraner zusammen, um in der milden Frühlingssonne einen Kaffee zu trinken, auch der Aasee lockte Sonnenbadende an – nachvollziehbar, aber überhaupt keine gute Idee in Zeiten von Corona.

Ordnungsamt im Einsatz

Das Ordnungsamt schickte daher noch am Nachmittag Mitarbeiter los, um die Betreiber von Außengastronomien auf den Mindestabstand hinzuweisen. „In der allgemeinen Verfügung, die am Montag bekanntgegeben wurde, sind die zwei Meter klar genannt“, betont Michael Thomas vom städtischen Ordnungsamt. Nicht zwischen jeder einzelnen Personen – aber zwischen Besuchergruppen.

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Natürlich verstehe er, dass die Menschen die Frühlingssonne genießen wollen, sagt Thomas. Doch Verfügung sei Verfügung. Und so rückten Mitarbeiter der Behörde am Nachmittag aus, um deren Inhalt denjenigen, die ihn offenbar noch nicht kannten, zu erläutern.

Nur halb so viele Tische

Ab sofort darf bei Außengastronomien nur noch die Hälfte der sonst üblichen Tische und Stühle draußen stehen, sagt Thomas. Die verbliebenen Straßenmöbel müssten zwei Meter auseinander stehen. An den jeweiligen Tischen dürfen allerdings durchaus mehrere Personen Platz nehmen. Hauptsache, sie kommen nicht mit einer anderen Personengruppe in Kontakt.

Er gehe davon aus, dass sich die Gastronomen einsichtig zeigen, sagt Thomas. Falls nicht, müsse man über „weitere Maßnahmen“ nachdenken – doch er gehe nicht davon aus, dass dies nötig sein wird. Zumal viele Betreiber ja schon mit gutem Beispiel vorangegangen seien und ihre Tische ent­sprechend den Vorgaben auseinandergezogen hätten.

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