Beteiligung der Anwohner gefordert
„Platanenpower“ kritisiert Neu-Hafen-Pläne

Münster -

Von den Plänen zum „Neu-Hafen-Projekt“ ist die Initiative „Platanenpower“ nicht begeistert. Vermisst wird nicht zuletzt eine Beteiligung der Anwohnerschaft.

Montag, 25.05.2020, 20:00 Uhr
Beteiligung der Anwohner gefordert: „Platanenpower“ kritisiert Neu-Hafen-Pläne
Das Modell für die geplante Bebauung am Hafen auf dem ehemaligen Osmo-Gelände: Unten im Bild das Hafenbecken. Foto: Stadt Münster

Die Nachbarschafinitiative „Platanenpower“ hat den Beschluss des Haupt- und Finanzausschuss vom 13. Mai zum sogenannten Neu-Hafen nach eigenen Angaben „irritiert zur Kenntnis genommen“.

Auslöser der Irritation: Die Die Stadt plane mit Investoren die Umgestaltung des Viertels ohne eine wirkliche Beteiligung der Anwohnerschaft zu ermöglichen – „als gäbe es den erwirkten Baustopp für den ,Hafen-Markt’ nicht“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

„Ungelöste Verkehrsprobleme“

Nach wie vor sei die Verkehrsproblematik rund um den Hafen ungelöst: „Eine Bebauung des halbinselgleichen Hafengeländes mit 690 Wohneinheiten sowie Büros, Hotel- und Gastronomiebetrieben mit angeblich bis zu 2000 Arbeitsplätzen würde die Situation für Hansa-Hafen und das Herz-Jesu-Viertel deutlich verschärfen“, heißt es weiter.

Ein enormer Zuwachs an Verkehrsbelastung, Luftschadstoffen und Lärm käme auf die Menschen des Hansaviertels und die angrenzenden Stadtgebiete zu. Der Hansaring und der Hafenweg seien bereits jetzt an der Belastungsgrenze, und die Schillerstraße ist eine Fahrradstraße, die somit nicht im geplanten Umfang genutzt werden dürfe.

Dass sich auf dem großen Gelände der ehemaligen Osmo-Hallen endlich etwas tut, sei grundsätzlich zu begrüßen, heißt es.

Abriss der Osmo-Hallen: Wie sich das Gesicht des Hafens ändert

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  • Abschied von den Osmo-Hallen: Ein großer Teil des alten Industriegebäudes ist bereits abgerissen.

    Foto: Oliver Werner
  • Auf der freien Fläche am Wasser plant die LVM einen Gebäudekomplex mit Büros, Restaurants und Wohnungen. Auf dem Nachbargrundstück (rechts) wollen Andreas Deilmann und Rainer M. Kresing...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...Wohnungen bauen. Es handelt sich um die weißen Gebäude auf diesem Plan der Stadt Münster.

    Foto: Stadt Münster
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    Im Münster-Modell stehen die Neubauten am Hafen schon. Beim LVM-Gebäude in der Mitte sind schon viele Details zu erkennen. Links davon ist die geplante Erweiterung des Coppenrath-Verlags, rechts die des Kuhr-Speichers zu sehen. Das braune Gebäude am linken oberen Rand ist das im Bau befindliche Hafencenter.

    Foto: Oliver Werner
  • Das über die Wasserkante hinausragende Dach der Osmo-Hallen wird als Wahrzeichen des Hafens in abgeänderter Form erhalten bleiben. Darunter will die LVM eine überdachte, öffentlich zugängliche Freifläche errichten.

    Foto: Oliver Werner
  • Während der Bereich zwischen Wasserkante und Hafenweg fast schon komplett freigeräumt ist, haben die Arbeiten bei den hinteren Hallenteilen noch gar nicht begonnen.

    Foto: Oliver Werner
  • Da es für das Projekt von Deilmann und Kresing, das sich vom Hafenweg bis zur Schillerstraße erstreckt, noch kein Baurecht gebe, werde auch jetzt noch nicht abgerissen, heißt es.

    Foto: Oliver Werner
  • Die hinteren Hallenteile werden laut Deilmann-Projektentwicklung „frühestens in zwei Jahren″ abgerissen.

    Foto: Oliver Werner
  • Das LVM-Projekt ist da schon wesentlich weiter.

    Foto: Oliver Werner
  • Nur ein Teil der Halle des ehemaligen "Heaven" (im Hintergrund) steht noch.

    Foto: Oliver Werner
  • Zudem müssen noch einige Teile der Dachkonstruktion über dem Hafenweg entfernt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Bis Anfang September soll die alte Halle auf dem LVM-Gelände komplett demontiert sein.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch auf der anderen Hafen-Südseite (links) ändert sich gerade einiges.

    Foto: Oliver Werner
  • Diese Lagerhalle im Eigentum der Stadtwerke verschwindet.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch das Bürogebäude des früheren Gefahrgutlagers Lehnkering wird abgerissen. Damit wolle man Vandalismus zuvorkommen, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Florian Adler. Für die alte Betonhalle von Lehnkering gibt es andere Pläne...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Vollkorn-Bäckerei Cibaria will dort eine gläserne Backstube bauen.

    Foto: Entwurf Archplan, Visualisierung Loom
  • Wenn alles glatt läuft, soll auf der Südseite zudem ab Ende 2019 eine 700 Meer lange und bis zu 15 Meter breite Promenade entstehen. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Entlang der Hafenkante soll ein Geländer für Sicherheit sorgen. Clou des Entwurfs: zwei Sonnenterrassen, die über dem Wasser schweben.

    Foto: scapa - landschaftsarchitekten
  • Auf der Südseite hat sich in den letzten Jahren ohnehin schon mehr getan als gegenüber: (V.r.n.l.) Das Wolfgang-Borchert-Theater ist in den umgebauten Flechtheimspeicher gezogen. Auch der Rhenusspeicher wurde kernsaniert. Neu ist der Bürokomplex "Dock 14", in dem ein Dutzend Firmen untergebracht sind.

    Foto: Oliver Werner
  • Daneben hat der "SuperBioMarkt" eine neue Zentrale gebaut. 

    Foto: Oliver Werner
  • Schließlich hat die Hafenkäserei eine Heimat in Münster gefunden.

    Foto: Oliver Werner
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