Sperrung ab Montag
Goldstraße wird auch optisch zur Fahrradstraße

Münster -

Die Bismarckallee hat bereits einen roten Anstrich bekommen, jetzt wird an der Goldstraße für Farbe gesorgt: Die Straße wird umgestaltet, um besser als Fahrradstraße erkennbar zu sein. Das führt ab Montag (15. Juni) zu Sperrungen.

Dienstag, 09.06.2020, 12:30 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 12:35 Uhr
Sperrung ab Montag: Goldstraße wird auch optisch zur Fahrradstraße
Die Goldstraße wird nun auch optisch zu einer Fahrradstraße umgestaltet. Foto: Klaus Möllers (Symbolbild/Archivbild)

Die Goldstraße ist zwar schon heute eine Fahrradstraße, als solche aber kaum wahrnehmbar. Verblasste Piktogramme und beidseitig parkende Autos lassen nicht erkennen, dass hier der Radverkehr gebündelt werden soll und Vorrang hat. Dies wird sich laut einer Mitteilung der Stadt nun ändern.

Auf der Veloroute von Münster über Sprakel nach Greven wird die Goldstraße zwischen Bohlweg und Piusallee ab Montag (15. Juni) entsprechend der für Fahrradstraßen geltenden Qualitätsstandards umgestaltet.

Auto-Parkplätze fallen weg

Das heißt: Per Rollplastik-Verfahren wird eine Rotmarkierung aufgetragen, die den Radfahrer mehr in den Fokus rücken lässt. Ergänzend werden deutlich sichtbare Fahrrad-Piktogramme aufgebracht. Und: Auf der süd-östlichen Straßenseite werden 80 bislang kostenlos nutzbare Auto-Stellplätze im öffentlichen Raum entfallen, um einen verkehrssicheren und komfortablen Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Ein "aufgesatteltes Parken" auf der gegenüberliegenden Seite ist aber nach wie vor möglich.

Michael Grimm , Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau, erklärt die Notwendigkeit der Maßnahmen: "Wir läuten gerade auf kommunaler Ebene die Verkehrswende ein. Unser Ziel ist es, auch möglichst attraktive und durchgängig komfortable Angebote für Radfahrer zu realisieren. Denn so schaffen wir eine sichere, schnelle und komfortable Alternative zur Kfz-Nutzung."

Mehr Aufenthaltsqualität

Gleichzeitig zeigt Grimm Verständnis, dass der Wegfall von Kfz-Stellplätzen nicht überall für Beifall sorgen wird: "Klar verstehen wir, dass für einige unmittelbare Anlieger der Wegfall der Stellplätze im ersten Moment einschränkend wirken mag. Aber man sollte nicht verkennen, dass sich dadurch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Straßenraum erheblich steigert. Die Auswirkungen auf das Parken im Quartier werden wir beobachten und auch prüfen, ob eine Bewohnerparkzone eingerichtet werden kann."

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