Unterschriften-Aktion: Initiatorin trifft Bildungsministerin
Gebauer räumt Kommunikationsfehler ein

Münster -

Eine Online-Unterschriften-Aktion zur Schulöffnung, die ihren Anfang in Münster nahm, konnte mittlerweile über 6400 Unterschriften sammeln. Nun hat sich die Initiatorin aus Münster mit NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer getroffen.

Mittwoch, 17.06.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 21:12 Uhr
Margrit Schnackenberg (2.v.r.) hat am Mittwoch mit anderen Eltern über 6400 Unterschriften an NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (2.v.l.) übergeben.
Margrit Schnackenberg (2.v.r.) hat am Mittwoch mit anderen Eltern über 6400 Unterschriften an NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (2.v.l.) übergeben. Foto: Janis Hülder

Es ist noch nicht lange her, da hat Margrit Schnackenberg , Softwareentwicklerin aus Münster und Mutter einer Tochter, eine Online-Unterschriften-Aktion in Form eines offenen Briefs ins Leben gerufen. Dessen Ziel: Das nordrhein-westfälische Schulministerium dazu animieren, transparent und zeitnah die verschiedenen vom Infektionsgeschehen abhängigen Szenarien einer Schulöffnung nach den Sommerferien zu kommunizieren, um Klarheit für Eltern zu schaffen.

Einen Monat und über 6400 Unterschriften später steht Schnackenberg von Angesicht zu Angesicht mit NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer , um die Unterschriften zu übergeben und mit ihr über die Zukunft von Schule zu reden.

Plädoyer für Präsenzunterricht

„Wir finden es richtig cool, dass wir Frau Gebauer getroffen haben“, erzählt Schnackenberg nach dem Gespräch am Mittwoch und ergänzt, es sei ihr wichtig gewesen, das Anliegen so vieler an die Verantwortlichen in Düsseldorf zu tragen.

Sie selbst habe gegenüber der Ministerin für eine Rückkehr zum täglichen Präsenzunterricht plädiert, auch wenn damit keine Rückkehr zur Normalität gemeint sei, wie sie betont. Zudem solle das Land die Verantwortlichkeit mehr in Hand der Schulen legen.

Keine konkreten Versprechen

Konkrete Versprechen konnte Yvonne Gebauer in dem Gespräch zwar nicht machen. Doch laut Schnackenberg habe sie Verständnis für die Situation der Eltern gezeigt und eingeräumt, die Kommunikation nach außen hätte deutlich besser sein können. Nun solle es vor den Ferien einen Brief an alle Eltern mit weiteren Informationen geben.

„Wir werden das genau beobachten“, berichtet Schnackenberg. Ihre Aktion sieht sie nun aber für beendet an, auch wenn sie mit anderen engagierten Eltern in Verbindung bleiben möchte.

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