FH Münster
Freiwillige Ordner managen die Klausurenphase

Münster -

Um die Prüfungsphase an der FH Münster verantwortungsvoll über die Bühne zu bringen, wurde ein Sicherheitskonzept entwickelt. Es fußt auf über 100 freiwilligen Ordnern. Die ersten Tage zeigen: Die Strategie funktioniert.

Montag, 06.07.2020, 12:15 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 12:54 Uhr
FH Münster: Freiwillige Ordner managen die Klausurenphase
Unterweisung am frühen Morgen: Ulrich Beckmann mit den Freiwilligen. Alle tragen Mund-Nase-Bedeckung und – zur besseren Sichtbarkeit – Warnwesten. Foto: FH Münster/Katharina Kipp

An der FH Münster hat die Prüfungsphase begonnen. Normalerweise geschieht das ohne viel Aufhebens, doch in Zeiten von Corona ist auch das anders: Die Hochschule hat ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept entwickelt, um all jene Klausuren zu ermöglichen, die zwingend in Präsenz erfolgen müssen.

Das bedeutet: viel mehr Termine an mehreren Tagen, Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, kleine Gruppen in großen Räumen, geregelter Zugang zu den Gebäuden und eine besondere Wegführung beim Verlassen. Damit sich alle daran halten, passen an den jeweiligen Prüfungstagen Ordnerinnen und Ordner auf – sie hat die Hochschule aus den eigenen Reihen rekrutiert.

Aufruf wirkt

„Wir haben einen Aufruf gestartet, und es haben sich direkt etwas mehr als 300 Freiwillige gemeldet, darunter Studierende, Hilfskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Marita Espeter vom Personaldezernat. Sie hat mit ihrem Team, insbesondere mit Unterstützung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, innerhalb kürzester Zeit die Einsatzpläne der Hilfskräfte erstellt und die Vertragsabwicklung übernommen. „Insgesamt sind es etwas mehr als 100 Personen und 30 Ersatzkräfte, die zusammen 2066 Stunden Ordnertätigkeit ableisten.“

Eine der vielen Helferinnen und Helfer ist Lara Wiederschein . Die Studentin steht an einem etwas kühleren Dienstagmorgen vor dem Fachhochschulzentrum (FHZ) und hört Ulrich Beckmann zu. Der Mitarbeiter vom Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz erklärt, worauf es in den nächsten Stunden ankommt: auf Abstand und klare Ansagen.

Freundlicher Hinweis

„Falls Sie jemanden sehen, der oder die noch keine Mund-Nase-Bedeckung trägt, weisen Sie freundlich, aber bestimmt daraufhin hin“, so Beckmann. Beschäftigte der FH Münster seien dagegen nicht verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, auch nicht während der Prüfungsphase. „Wir appellieren allerdings an die Vorbildfunktion und bitten, mit gutem Beispiel voranzugehen und ausnahmsweise auch eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen“, so Petra Kraus-Brauckmann vom Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz.

Besondere Vorsicht ist auch bei der Wegführung geboten. „Es ist wichtig, dass die Studierenden nach der Prüfung die Gebäude gemäß der Beschilderung verlassen“, erklärt Beckmann. Das bedeutet: Sie müssen die Fluchttreppen außen am FHZ benutzen. „Nur in Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel jemand Höhenangst hat, gelangt man durch das Treppenhaus C im Gebäude nach unten.“ Dann verteilt Beckmann die Freiwilligen auf verschiedene Positionen am und im FHZ. Wiederschein sitzt im Innenhof und hat die Lage bestens im Blick. „Ich habe Zeit und helfe gern“, sagt sie.

Rücksprache mit Krisenstab

Um kurz nach sieben Uhr morgens sind die ersten Studierenden da. Alle tragen Mund-Nase-Bedeckung und verhalten sich vorbildlich. „Wir sind sehr erleichtert, dass das so gut funktioniert“, sagt Kraus-Brauckmann. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie wochenlang Konzepte erstellt, Begehungen vor Ort durchgeführt und immer wieder Rücksprache mit dem Krisenstab der FH Münster gehalten. Dort hatte man zuerst Sorge, überhaupt genügend Freiwillige gewinnen zu können. „Das erwies sich zum Glück als unbegründet“, berichtet Kanzler Guido Brebaum. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den vielen Menschen, die sich gemeldet haben, um einen reibungslosen Ablauf unserer Prüfungsphase zu ermöglichen.“

Nach dem guten Start in Münster geht es mit der Prüfungsphase auf dem Steinfurter Campus weiter. „Hier ist die Situation etwas einfacher zu bewältigen, weil wir mehr Platz haben und die Wegeführung nicht so kompliziert ist“, erläutert Kraus-Brauckmann. Aber auch dort sorgen Ordnerinnen und Ordner für Sicherheit.

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