Weiter Verwirrung um Straßennamen
„Mein Verhalten war konsequent“

Münster-Gremmendorf -

Wie sollen die Straßen im neuen York-Quartiert benannt werden? Die Politik diskutiert diese Frage aktuell heftig - und konnte sich bislang nicht auf einen Kompromiss einigen. Die Verwirrung um die Thematik ist komplett.

Sonntag, 23.08.2020, 20:00 Uhr
Weiter Verwirrung um Straßennamen: „Mein Verhalten war konsequent“
Bauarbeiten im York-Quartier Foto: Matthias Ahlke (Archivbild)

Die Verwirrung ist komplett: In der Sitzung der Bezirksvertretung Südost wurde ein Kompromissvorschlag zur Straßenbenennung im York-Quartier überraschend abgelehnt. Im Nachgang zur Sitzung zeigten sich viele Zuschauer und Teilnehmer der Sitzung verwirrt: Hat sich da jemand „verwählt“?

Anders konnten sich Beobachter nicht erklären, warum in der Bezirksvertretung Südost zunächst erfolgreich eine Änderung an der Beschlussvorlage erwirkt wurde – dann aber die mühsam geänderte Beschlussfassung keine Mehrheit erhielt. Nach übereinstimmenden Aussagen aus der Politik und Verwaltung soll die Piraten-Vertreterin Birgit Hemecker an entscheidender Stelle einen Fehler begangen haben. Mit etwas Abstand und einem Blick ins Protokoll stellt sich die Lage nun aber ganz anders dar.

Piraten-Vertreterin macht den Unterschied

Zunächst einmal: „Ich habe definitiv nicht gegen meinen eigenen Vorschlag gestimmt“, erklärt Hemecker. Vielmehr habe sie den SPD-Antrag abgelehnt. Die Leiterin der Bezirksvertretung Südost, Conny Schnell, bestätigt, dass in der finalen Abstimmung eben nicht mehr der Piraten-Antrag (nur englische Grafschaften als Straßennamen) auf dem Tisch lag. Abgestimmt wurde vielmehr über den SPD-Antrag, der zumindest noch drei Gremmendorfer Persönlichkeiten (aber nicht mehr Dr. Heinrich Hoffschulte) vorsah.

Die Frage bleibt: Warum gab es eine Mehrheit für eine Änderung der Vorlage, aber dann nicht mehr für die Vorlage? Die Antwort: Weil sich die Piraten-Vertreterin in der ersten Abstimmung enthalten hat, in der zweiten dann dagegen stimmte. „Mein Abstimmungsverhalten war konsequent“, so Hemecker. „Ich habe genau mein Ziel erreicht, dass bislang noch keine Straßenbenennung mit nur sogenannten ‚bekannten Persönlichkeiten‘ durchgekommen ist.“

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