Zum 100. Geburtstag von Harald Deilmann
Architektur als Lebensaufgabe

Münster -

Kliniken, Kirchen, Rathäuser und Schulen: Harald Deilmann hat maßgeblich am Neuaufbau und der Weiterentwicklung der Stadt Münster mitgewirkt. Anlässlich seines 100. Geburtstags gibt es einen Vortrag.

Donnerstag, 27.08.2020, 09:00 Uhr
Das Gebäude der WestLB/LBS (1967-1975) in Münster ist ein Entwurf Harald Deilmanns (kl. Bild).
Das Gebäude der WestLB/LBS (1967-1975) in Münster ist ein Entwurf Harald Deilmanns (kl. Bild). Foto: Stefan Rethfeld/Aiette Shagal Wiechmann

Er baute für die Stadt, das Land, für Unternehmen und viele private Auftraggeber. Ob Stadttheater oder Kreishaus, Nordwestlotto oder WestLB /LBS, Kirchen und Schulen in den Stadtteilen sowie seine zahlreichen Wohnhäuser, die ihn schon früh überregional bekannt machten. Am Neuaufbau und der Weiterentwicklung der Stadt Münster hat Harald Deilmann über Jahrzehnte maßgeblich mitgewirkt.

Heute wird Deilmann zu den bedeutenden Architekten der Nachkriegsmoderne in Deutschland gezählt. Anlässlich seines 100. Geburtstages widmet ihm der BDA Münster-Münsterland in der Reihe „A-Z Architekten“ einen besonderen Architekturnachmittag – am Sonntag (30. August) um 16 Uhr in der St. Anna-Kirche in Mecklenbeck.

Kliniken, Kirchen, Schulen und Rathäuser

In Gladbeck geboren, kam Deilmann bereits in der Jugend nach Münster und absolvierte hier 1938 sein Abitur. Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft führten ihn an verschiedene Schauplätze im Zweiten Weltkrieg, heißt es in der Pressemitteilung des BDA. In einer USA-Lagerakademie begann er ab 1943 sein Architekturstudium, das er 1946 bis 1948 an der Technischen Hochschule Stuttgart abschloss. Erste Bauten in Münster entstanden in Sozietät mit Heinrich Bartmann, das gefeierte Theater im Architektenteam (zusammen mit Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau). Zahlreiche Kliniken, Kirchen und Kapellen, Schulen und Institute, Rathäuser und Bürobauten sowie Wohngebäude folgten: Von Münster und Westfalen aus wirkte sein Büro zunehmend bundesweit und international.

Orientiert an den kulturellen Entwicklungen in Europa, USA und Japan unternahm er den Versuch, stets seinen Entwürfen eine unverwechselbare Gestalt zu geben, wie es weiter heißt. Über ein halbes Jahrhundert formte er als Hausarchitekt für verschiedene Unternehmen (WestLB/LBS, West-Lotto, West-Spiel, Volkswohlbund, Karstadt, Provinzial u.a.) sowie als reformfreudiger Hochschullehrer (Stuttgart und Dortmund) das Architekturgeschehen in der Bundesrepublik mit.

Leben und Werk von Harald Deilmann

Im Vortrag „Harald Deilmann – Architektur als Lebensaufgabe“ wird Stefan Rethfeld Leben und Werk darstellen. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, eine Wiederholung jedoch im Sommer 2021 geplant. Von Januar bis April 2021 zeigt das Baukunstarchiv NRW (Dortmund) die Ausstellung „Harald Deilmann – Lebendige Architektur“.

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