Corona in Münster
Fragen und Antworten für Reiserückkehrer

Münster -

Urlauber, die aus einem Corona-Risikogebiet nach Münster zurückkehren, müssen in Quarantäne. Doch wie lange? Und kann die Quarantänezeit verkürzt werden? Die Stadt gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Mittwoch, 09.09.2020, 11:00 Uhr
Corona in Münster: Fragen und Antworten für Reiserückkehrer
Ein negativer Corona-Test kann die Quarantänezeit verkürzen. Foto: dpa (Symbolbild)

Komme ich aus einem Risikogebiet? Muss ich in Quarantäne? Bin ich verpflichtet, mich zu melden? Auch in Münster fragen sich in diesen Tagen Tausende Reiserückkehrer, wie sie sich verhalten sollen. Das Team "Corona Münster" im Gesundheits- und Veterinäramt der Stadt hat die wichtigsten Antworten in einer Pressemitteilung zusammengestellt.

Generell gelte: Wer sich vor weniger als 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat und zurück nach Münster kommt, muss sich beim Gesundheitsamt melden. In Münster ist dieses telefonisch unter 02 51/492 10 77 oder per E-Mail an  Reiserueckkehrer@stadt-muenster.de möglich.

War ich in einem Risikogebiet?

Das Robert-Koch-Institut informiert im Internet über die weltweiten Risikogebiete tagesaktuell.

Muss ich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne?

Ja. Die derzeit gültige Corona-Einreiseverordnung verpflichtet Rückkehrer aus Risikogebieten, sich auf direktem Weg in ihre eigene Wohnung oder eine andere Unterkunft zu begeben und sich dort für die Dauer von 14 Tagen aufzuhalten.

Was kann den Quarantänezeitraum verkürzen?

Ein vorzeitiges Verlassen der Quarantäne ist nur durch Vorlage eines negativen Testergebnisses möglich. Dieser kann bereits 48 Stunden vor der Rückkehr im Reiseland vorgenommen werden oder nach der Rückkehr in NRW. Jedoch muss das Gesundheitsamt die Quarantäne erst formal aufheben. Reiserückkehrer erhalten dazu eine Eingangsbestätigung. Danach brauchen sie etwas Geduld, denn die Anträge auf Aufhebung der Quarantäne werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.

Wir sind Freitag zurückgekehrt, haben einen gültigen Negativtest und am Montag muss ich wieder arbeiten. Was soll ich meiner Arbeitsstelle mitteilen?

Gerade zum Wochenende gehen beim Gesundheitsamt so viele Meldungen ein, dass es unmöglich ist, alle davon zeitnah zu bearbeiten. "Häufig dauert es bis zur Wochenmitte, bis das "Team Corona" der Stadt Münster die Eingänge vom Wochenende bearbeitet hat", heißt es in der Mitteilung der Stadt. Das Team bittet, auf Nachfragen zu verzichten – auch wenn es schwerfällt. Nachfragen verzögern nur die Bearbeitung der Eingänge. Leider muss die Quarantäne auch während der Wartezeit eingehalten werden.

Was gilt in den Herbstferien?

Das ist noch nicht klar. Nach dem 16. September muss der Verordnungsgeber die Bestimmungen neu regeln. Diese gibt es stets aktuell auf der Homepage der Stadt Münster

Überblick über die aktuellen Corona-Verordnungen in NRW

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  • Die Landesregierung hat die Coronaverordnungen für Nordrhein-Westfalen erneuert. Sowohl mit Lockerungen als auch Verschärfungen soll die Corona-Pandemie weiterhin im Griff behalten werden. Bis vorerst zum 15. September gelten folgende Regeln:

    Foto: dpa
  • Bußgeld für Maskenverweigerer

    Das Bußgeld für Menschen, die in öffentlichen Bussen und Bahnen den Mund-Nasen-Schutz nicht tragen bleibt in NRW bei 150 Euro. Und damit über den bundesweiten Mindestsätzen. 

    Foto: dpa
  • Maskenpflicht im Unterricht wird ausgesetzt

    Lockerungen gibt es in den Schulen: Während die Maskenpflicht auf dem Schulgelände und außerhalb der Klassen bestehen bleibt, können Schüler den Mund-Nasen-Schutz im Unterricht absetzen. Diese Neuregelung gilt ab dem 1. September. Außerdem können Beschäftigte in Schulen und Kitas weiterhin kostenlose Tests machen. 

    Foto: dpa
  • Entscheidungen über Weihnachtsmärkte 

    Eine allgemeine Entscheidung über Weihnachts- und Wochenmärkte ist in NRW noch nicht gefallen. Während der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom bereits abgesagt wurde, haben die Verantwortlichen in Münster und Dortmund noch keine Entscheidung getroffen. 

    Foto: Oliver Werner
  • Test-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

    Einreisende aus Risikogebieten müssen sich grundsätzlich 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Sie entfällt frühestens ab dem fünften Tag, falls dem Gesundheitsamt ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden kann, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Tests sind für Rückkehrer aus Ländern, die das Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet einstuft, in jedem Fall Pflicht.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • 50 Euro Bußgeld bei Maskenverstößen

    Die drei Grundregeln Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen und Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten sicherstellen gelten unverändert weiter. Neu ist, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht etwa in Supermärkten ein Bußgeld von 50 Euro fällig wird.

    Foto: dpa
  • Private Feiern

    Es bleibt dabei: Zu privaten Festen aus einem besonderen Anlass wie zum Beispiel Geburtstage, Taufen, Hochzeiten und Abschlussfeiern sind 150 Gäste erlaubt. Diese Regelung gilt seit dem 15. Juli. Bei privaten Feiern in den eigenen vier Wänden verzichtet die Landesregierung auf Begrenzungen, appelliert aber an die Verantwortung der Menschen. 

    Foto: dpa
  • Großveranstaltungen bleiben verboten

    Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. Dezember 2020 generell untersagt. Der Begriff „Großveranstaltung“ bezieht sich dabei nicht auf die Personenzahl, sondern „auf die Infektionsrelevanz der Veranstaltung“, wie es die Landesregierung formuliert. gemeint sind etwa Schützenfeste, Straßenfeste und Musikfestivals.

    Foto: dpa
  • Regeln für Veranstaltungen

    Das Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen wird neu geregelt. Ab einer Teilnehmerzahl von 1000 Menschen sind die jeweiligen Kommunen zur individuellen Absprache mit dem Land verpflichtet.

    Neu ist zudem eine Regelung für Veranstaltungen mit mehr als 500 teilnehmenden Personen. Dort muss sichergestellt werden, dass auch An- und Abreise unter Einhaltung der Belange des Infektionsschutzes erfolgen können. Diese Regelungen gelten für alle Veranstaltungen, die ab dem 12. September 2020 stattfinden.

    Grundsätzlich gilt, dass es für Veranstaltungen ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept geben muss.

    Foto: dpa
  • Sport

    Beim Kontaktsport im Freien und in der Halle sind (seit dem 15. Juli) unverändert 30 Teilnehmer erlaubt. Bei Wettbewerben sind weiterhin 300 Zuschauer gestattet, bei sicher gestellter einfacher Rückverfolgung der Personendaten. Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. Oktober 2020 untersagt.

    Foto: Sven Thiele
  • Frühwarn-Ampel

    Um einen zweiten Lockdown zu verhindern gilt jetzt eine zweistufige „Corona-Bremse“.

    Stufe Gelb: Bei einer Überschreitung von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen müssen lokal Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Diese müssen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der Bezirksregierung abgestimmt werden. 

    Stufe Rot: Überschreitet diese 7-Tage-Inzidenz den Wert von 50, kommen weitere - mit dem Landesgesundheitsministerium abzustimmende - Maßnahmen hinzu.

    Foto: dpa
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