Münsters Hilfsorganisationen erinnern an heutigen Tag der Ersten Hilfe
Unfälle deuten sich nicht an

Münster -

Am heutigen Tag der ersten Hilfe erinnern Münsters Hilfsorganisationen daran, dass Unfälle immer und überall passieren können. Um darauf vorbereitet zu sein, werden trotz Corona Erste-Hilfe-Kurse angeboten

Samstag, 12.09.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 20:47 Uhr
Benedikt Sturm (DRK) (v.l.), Barbara Allamoda (Johanniter), Anne Hesse (Malteser) und André Brocks (ASB)
Benedikt Sturm (DRK) (v.l.), Barbara Allamoda (Johanniter), Anne Hesse (Malteser) und André Brocks (ASB) Foto: Maren Kuiter

Ob zu Hause oder vor der Haustür, Unfälle deuten sich nicht immer an und sind schnell passiert. Gerade die ersten Minuten nach einem Unfall können laut Münsters Hilfsorganisationen darüber entscheiden, wie schwer die Folgen für die Unfallopfer sind oder gar über Leben und Tod.

Helfen sei eigentlich ganz einfach, heißt es in einer Mitteilung. Nur trauten sich viele Menschen nicht, da sie nicht wüssten, was zu tun sei. Hier setzt das Bündnis „Gemeinsam für Münster“, bestehend aus dem Arbeiter-Samariter-Bund , Deutsches Rotes Kreuz , Johanniter und Malteser, an und erinnert am heutigen „Tag der Ersten Hilfe“ an die Bedeutung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

„Es gibt Situationen in unserem Leben, über die niemand gerne nachdenkt: die Kollegin oder der Kollege bricht plötzlich bei der Arbeit zusammen, Ihr Kind bekommt keine Luft mehr oder Sie beobachten einen Fahrradunfall auf der Promenade. Dann ist Ihre Hilfe gefragt“, erklärt Benedikt Sturm vom Deutschen Roten Kreuz.

DRK: Erste Hilfe trotz Corona möglich

„Auch in Corona-Zeiten ist Erste Hilfe weiterhin möglich. Um dabei eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Mund und Nase der hilfebedürftigen Person – am besten mit einer Maske – abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden“, sagt Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. „Den Notruf 112 anzurufen und die betroffene Person zu beruhigen, ist ebenfalls eine wichtige Hilfeleistung und auch auf Distanz möglich“, so Baur. Er kritisiert, dass viele für die Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren und sich danach nicht mehr mit dem Thema beschäftigen. „Die Folgen können fatal sein. Wir raten allen, die einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben, ihre Kenntnisse alle zwei bis drei Jahre aufzufrischen.“ Der DRK-Landesverband-Präsident erinnert an spezielle Videos, die erläutern, wie Erste Hilfe in Zeiten von Corona funktionieren kann. In Kursen lerne man, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen.

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Im vergangenen Jahr hat es in Münster über 11 500 Verkehrsunfälle mit knapp 1600 Verletzten gegeben. In solchen Situationen heiße es ruhig zu bleiben, so die Helfer. Ohne sich selbst in Gefahr zu begeben sollte zunächst die Unfallstelle gesichert werden. Nach einem Überblick sollte dann der Notruf abgesetzt werden.

„Hier sind die vier W-Fragen für die Leitstelle wichtig: Wo ist der Unfall passiert? Was ist genau passiert? Wie viele Personen sind verletzt? Welche Verletzungen können Sie erkennen? Danach wartet man auf Rückfragen“, sagt Anne Hesse vom Malteser Hilfsdienst.

Erste Hilfe ist lernbar und die vier Hilfsorganisationen bieten nun auch in Zeiten von Corona wieder Erste-Hilfe-Kurse an. Informationen unter: www.buendnisms.de/erste-hilfe

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