Hochschule berichtet über Projekte und Vorhaben
FH Münster stellt Nachhaltigkeit in den Fokus

Münster -

Mehr Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit zu erregen: Das ist das Ziel der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit, die am 20. September gestartet sind und noch bis zum 26. September stattfinden. Die FH Münster nimmt dies zum Anlass, das Thema verstärkt in den Fokus zu rücken – und berichtet eine Woche lang über bereits umgesetzte Vorhaben und noch laufende Projekte.

Montag, 21.09.2020, 10:13 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 11:04 Uhr
Hochschule berichtet über Projekte und Vorhaben: FH Münster stellt Nachhaltigkeit in den Fokus
Auf den begrünten Dächern in Steinfurt finden sich vor allem Sukkulenten, Stauden und Gräser. Über die Jahre entwickelt aber jedes Dach seine eigene Vegetation. Foto: FH Münster/Jens Peters

Bis zum 26. September wird die FH Münster auf ihren Social-Media-Kanälen und in Pressemeldungen besonders auf das Tema Nachhaltigkeit eingehen, heißt es. Denn Nachhaltigkeit schreibt sich die Hochschule schon lange auf ihre Fahnen und macht es jetzt zu einem strategischen Thema im kommenden Hochschulentwicklungsplan (HEP).

"Viel passiert"

„In den letzten Jahren ist bei uns viel passiert“, sagt Gebäudedezernent Matthias Dieler. So wurde zum Beispiel die Beleuchtung nach Sanierungen oder in Neubauten auf LED umgerüstet, in den Bestandsgebäuden passiert das nach und nach. Auf mehreren Dächern der Gebäude stehen Photovoltaikanlagen, die nachhaltig Strom produzieren, und in Steinfurt gibt es ein Blockheizkraftwerk, das im Sommer aus der Wärme durch eine sogenannte Absorptionskältemaschine Kälte erzeugt und somit ganzjährig für die Stromerzeugung nutzbar ist.

Außerdem setzt die Hochschule bei ihren Baumaßnahmen auf Energieeinsparung, etwa bei den Fassaden oder den Dächern. Letztere sind nämlich häufig bepflanzt, vor allem mit Sukkulenten, Stauden und Gräser. „Grüne Dächer unterstützen bei der Wärmedämmung und der Kühlung, wodurch wir Energie sparen“, so Dieler. Auf dem Steinfurter Campus sind viele Dächer bereits grün. „Und beim Bau des neuen Hüffer-Campus planen wir das mit.“

Was im Großen gelingt, funktioniert auch im Kleinen – zum Beispiel beim Druckerpapier. „Wir achten darauf, Recycling- oder Öko-Papier zu verwenden. Generell sparen wir Papier, weil wir wegen der Digitalisierung immer weniger ausdrucken“, so Dieler. Die Sensibilisierung aller FH-Angehörigen für energiesparende Maßnahmen und Umweltschutz sei an der Hochschule ein wichtiges Anliegen. Deshalb fährt das Team des Gebäudemanagements zum Beispiel ein E-Auto, es gibt Dienstfährräder, Verträge mit dem CarSharing-Dienst „Stadtteilauto“ und seit 2016 einmal im Jahr den Wettbewerb „FHahr Rad!“. Dabei sind alle Studierenden und Beschäftigten aufgerufen, 16 Wochen lang so viel wie möglich in die Pedale zu treten – und damit nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für die eigene Fitness zu tun. „2020 waren 440 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Insgesamt haben sie eine Gesamtstrecke von 258.540 Kilometer zurückgelegt“, erklärt Dr. Cona Ehresmann, Gesundheitsmanagerin der FH Münster.

Nachhaltigkeit in der Lehre

Auch in der Lehre ist Nachhaltigkeit zunehmend ein Thema – nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch. Ein jüngstes Beispiel: Honigbienen. Seit etwas mehr als einem Jahr betreut der Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management fünf Völker, und die Studierenden lernen dabei viel über Produktentwicklung, Pollenanalyse oder regionale Versorgung. Angesiedelt sind die Völker im Campusgarten „GrüneBeete“ – und dort sind Bienen schon lange ein Thema: Es gibt jede Menge bienenfreundliche Pflanzen.

In wenigen Tagen lässt Prof. Dr. Dietmar Mähner vom Fachbereich Bauingenieurwesen vier weitere Völker am Fachhochschulzentrum (FHZ) aufstellen. „Mir geht es darum, den Umgang und die Leistung dieser wertvollen Bestäuber zu lehren und zu lernen“, so Mähner. Seine Kollegin Prof. Dr. Isabelle Franzen-Reuter vom Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt auf dem Steinfurter Campus zieht nächstes Jahr nach. „Wir werden dann auch Bienenvölker halten und in die Lehre integrieren“, so die Wissenschaftlerin. In ihrem Modul Biomonitoring sollen Studierende lernen, wie mithilfe der Honigbienen die Luftqualität untersucht werden kann. „Honigbienen sind dafür ein guter Indikator. Sind Schadstoffe in der Luft vorhanden, können diese im gesammelten Pollen und im produzierten Honig nachgewiesen werden.“

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