Münster bei Analyse auf Platz zwei
Gesundheitsamt Münster mit guten Bewertungen

Münster -

Das Gesundheitsamt Münster macht gute Arbeit. Zumindest wenn man den Internet-Bewertungen glauben darf. Das ergab jetzt eine Analyse einer Berliner Universität.

Freitag, 09.10.2020, 09:00 Uhr
Münster bei Analyse auf Platz zwei: Gesundheitsamt Münster mit guten Bewertungen
Foto: dpa (Symbolbild)

Die deutschen Gesundheitsämter gehören zu den Hauptakteuren in der Covid-19-Pandemie und arbeiten seit Monaten und Hochdruck. Wie zufriedenstellend die Gesundheitsbehörden der 20 größten Städte Deutschlands in den Augen der Bürger arbeiten, haben nun Studierende der Berlin School of Business and Innovation (BSBI) analysiert. Für die Untersuchung, bei der Münster gut abgeschnitten hat, werteten sie laut eigener Pressemitteilung 1024 Bewertungen für 40 Gesundheitsämter auf Google aus.

Bonn auf Platz eins

Die Menschen in Bonn sind am zufriedensten mit der Leistung ihrer Behörden für Gesundheit und bewerten sie im Schnitt mit 4,2 von fünf möglichen Sternen auf Google. Vor allem die Betreuung von Tests und Quarantänefällen während der Covid-19-Pandemie heben die Bewertenden positiv hervor. Mit einem knappen Unterschied von 0,1 Sternen schneiden die Ämter in Münster (rund 4,1 Sterne) am zweitbesten ab. Dahinter folgen die Gesundheitsämter in Hannover mit durchschnittlich 3,6 Sternen.

Grippeschutz: Was Sie zur Influenza-Impfung wissen müssen

1/10
  • Mit einer normalen, in aller Regel harmlosen Erkältung hat eine Grippe nichts zu tun. Eine Influenza kann schwer verlaufen und im schlimmsten Fall tödlich enden. Immerhin gibt es eine Impfung gegen die Krankheit - in Zeiten des Coronavirus steht diese im Fokus wie noch nie zuvor.

    Soll ich mich also impfen lassen oder nicht? Vor dieser Entscheidung stehen viele Menschen. Wichtige Fragen und Antworten im Überblick:

    Foto: Christin Klose/dpa-tmn
  • Wem wird die Grippeschutzimpfung empfohlen?

    Die Gruppen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Influenza-Verlauf sind laut Robert Koch-Institut (RKI) ähnlich wie die Risikogruppen der vom Coronavirus ausgelösten Erkrankung Covid-19 - also ältere Menschen über 60 und Patienten mit Vorerkrankungen wie Diabetes, HIV oder Asthma.

    Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
  • Empfohlen wird die Grippeschutzimpfung zudem für medizinisches Personal in Krankenhäusern, Pflege- und Senioreneinrichtungen und im Gesundheitswesen, für Schwangere, generell für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie für Pflegepersonen von Risikopatienten.

    Foto: Stephan Jansen/dpa
  • Und ändert Corona etwas an diesen grundsätzlichen Empfehlungen?

    Ja und nein. Denn viele Mediziner plädieren dafür, dass sich in diesem Jahr nach Möglichkeit alle Menschen impfen lassen sollten - unter anderem, um die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen Grippe möglichst gering zu halten.

    Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
  • Auch der Regensburger Infektiologe Bernd Salzberger sagt: „Jeder der kann, sollte das machen.“Könne man sich eine schwere Erkältungskrankheit im Winter sparen, sei das sinnvoll, so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

    Nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) des RKI könne zum Schutz der Menschen und zur Entlastung des Gesundheitssystems der größte Effekt indes dadurch erzielt werden, wenn Impfquoten vor allem bei den Risikogruppen erheblich gesteigert werden könnten. Bei Senioren etwa seien die Quoten seit Jahren niedrig.

    Foto: Oliver Berg/dpa
  • Sollten Kinder in der Corona-Pandemie gegen Grippe geimpft werden?Verschiedene Fachleute meinen: Ja. Wenn sich auch junge Leute gegen Grippe impfen ließen, könne das zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen, sagte zum Beispiel die Münchner Virologin Ulrike Protzer im August. „Wir wissen, dass Kinder den Influenza-Virus maßgeblich übertragen“, meinte auch der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, Johannes Hübner, vor einigen Wochen.Aus Sicht von Salzberger spricht ebenfalls einiges dafür. Im Schulalter litten Kinder zwar nicht so stark unter der Grippe - doch in Schulen oder Kitas grassierten die Grippeviren gerne und mit einer Impfung würden die Kinder indirekt etwa ihre Großeltern schüt

    Foto: Peter Kneffel/dpa
  • Droht eine Impfstoff-Knappheit?

    Es gibt Stimmen, die vor einer Unterversorgung der Risikogruppen mit Grippeimpfstoff warnen, wenn man der ganzen Bevölkerung die Impfung empfiehlt. Gesundheitsexperten im Bundestag rechneten zuletzt aber nicht mit einem Engpass. Auch das Paul-Ehrlich-Institut, das die Impfstoff-Chargen prüft, rechnet zum Start der neuen Grippesaison nicht mit einem Mangel.

    Foto: Marcus Brandt/dpa
  • Zu welchem Zeitpunkt sollte man sich impfen lassen?

    Allgemein lautet die Empfehlung, sich Ende Oktober bis Anfang November impfen zu lassen. Der Hintergrund ist, dass die optimale Schutzwirkung rund zwei Wochen nach dem Stich beginnt und nach drei Monaten langsam abnimmt. Meist beginnen die Grippewellen - also eine erhöhte Aktivität von Influenzaviren - Anfang des Jahres. Sie dauern danach aber durchaus auch mal drei bis vier Monate. Insofern könnte eine Impfung auch nach November noch sinnvoll sein, wenn bis dahin keine Gelegenheit dafür war.

    Foto: Tom Weller/dpa
  • Welchen Schutz bringt die Impfung?

    Das variiert, ganz sicher schützt sie aber nie. Salzberger erklärt es so: „Wenn man einigermaßen richtig geraten hat, welches Virus in der nächsten Saison unterwegs sein wird, ist der Schutz bei 80 Prozent.“ Wenn man jedoch völlig danebenliege mit der Impfstoff-Komposition, schütze er um einiges schlechter - das sei zum Teil in den vergangenen Jahren auch vorgekommen.

    Foto: Fredrik von Erichsen/picture alliance /dpa
  • Wird es wegen der Corona-Regeln weniger Grippefälle geben?

    Abstand, Händewaschen, Maske tragen: Was gegen die Ausbreitung des Coronavirus schützen soll, dürfte doch eigentlich die Ausbreitung von Grippeviren eindämmen. Das könnte durchaus sein, sagt Salzberger und betont zugleich: Darauf hoffen könne man nicht. „Abgerechnet wird leider zum Schluss.“

    Foto: Arne Dedert/dpa

Am schlechtesten bewerteten Verbraucher die Gesundheitsämter in Bremen: An diese vergaben sie 1,8 der möglichen fünf Sterne und monierten vor allem die schlechte telefonische Erreichbarkeit während der Pandemie. Ähnlich unzufrieden sind Duisburger mit den Behörden für Gesundheit (zwei Sterne). Auch die Düsseldorfer Ämter konnten mit einer Bewertung von 2,1 Sternen wenig überzeugen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7623458?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F3814581%2F
Nachrichten-Ticker